Segnespass

Vor langer langer Zeit waren wir einmal in Flims unterwegs und bestaunten von dieser Seite her das Martinsloch. Damals fassten wir den Entschluss, irgendwann einmal machen wir die Tour über den Segnespass. Viele Jahre zogen ins Land, bis wir am letzten Wochenende diesen Plan endlich in die Tat umsetzten und somit einen weiteren Elmer Pass in Angriff nahmen.

Martinsloch

Martinsloch

So nahmen wir frühmorgens den altbekannten Weg nach Elm auf uns, welcher leider immer noch nicht kürzer geworden ist. Start an der Bushaltestelle Elm Station. Zuerst ca 15 Minuten auf Teerstrasse, bei Vreni Schneider vorbei, Richtung Tschinglen Bahn. Die winzige Gondel fasst nur gerade 4 Personen, daher kann es hier zu Wartezeiten kommen. Wir haben jedoch Glück und sind für einmal ganz vorne in der Schlange. Mit Hörspielunterhaltung schweben wir Richtung Tschinglen. Von dort gehts dann ohne grosse Umschweife im steilen Wiesenhang bergauf. Ab Täli öffnet sich dann das Gelände und man sieht bereits den heutigen Bergpreis, den Segnespass. Bis man diesen erreicht dauert es aber noch ein wenig. Bevor man es dann endgültig geschafft hat, gilt es denn steilen Schuttkegel vor dem Pass zu erklimmen. Im Kriechtempo gehts vorwärts, doch mit jedem Schritt ist die Mountain Lodge besser zu erkennen und bald sind dann auch die letzten Meter geschafft. Wir geniessen das schöne Panorama Richtung Glärnisch bei einer ausgiebigen Mittaspause, ehe wir die Flimser Seite in Angriff nehmen.

Das Glarner Panorama

Das Glarner Panorama

Im oberen Teil liegt hier noch ziemlich Schnee, der Weg ist nicht sichtbar. So folgen wir zuerst prompt den Fussspuren Richtung Martinsloch. Dieses wollen wir aber definitiv nich erklimmen und so merken wir gerade noch rechtzeitig das wir falsch sind. So sind wir schnell wieder auf dem richtigen Pfad und es folgt eine etwas heiklere Querung auf Schnee. Man ist zwar nicht direkt Absturz gefärdet, ein Ausrutscher würde aber höchstwahrscheinlich etwas schmerzhaft im Geröllfeld enden. Nachdem wir diesen kurzen Teil  hinter uns haben (Auch hier gibt es Verrückte die ihr Bike auf den Pass wuchten), sind aber alle Schwierigkeiten  geschafft und es steht ein langes “Auslaufen” bis nach Flims an.

Verrückte Biker

Verrückte Biker

Blick zurück und..

Blick zurück und..

..Blick Richtung Flims

..Blick Richtung Flims

Die Landschaft ist jedoch im oberen Teil des Abstieges alles andere als langweilig. Wir nehmen es gemütlich und gönnen uns kurz vor der Segneshütte ein ausgedehntes Fussbad.  Ab der Segneshütte ist die Landschaft dann nicht mehr ganz so spannend. Kurz vor Foppa holt uns zudem noch das prognostizierte Gewitter ein. Wir beschliessen dennoch auf die Sesselliftunterstützung zu verzichten und kommen trotz allemn erstaunlich trocken in Flims an. Auf die lange ÖV Heimfahrt verzichten wir jedoch dankendund so bleiben wir noch eine Nacht in Flims, ehe es am nächsten Tag bei Regenwetter heimwärts geht.

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Federispitz

Dem Federispitz wollen wir an diesem Sonntag per Bike & Hike zu Leibe rücken. Die ersten 800 Höhenmeter bzw 6km ab Schänis verläuft der Wanderweg mehr oder weniger auf einer Teerstrasse. Zu Fuss nicht gerade ein Genuss, mit dem Bike ist es jedoch ganz ok. Nach ca 1 1/2 Stunden erreichen wir Schwante und deponieren unsere Bikes auf dem kleinen Kiesplatz bei P. 1182. Von dort gehts dann zu Fuss weiter via Obernätenalp. Dieser Weg hat allerdings das Prädikat Schweizer Wanderweg nicht wirklich verdient. Zu 80% geht es einfach praktisch senkrecht eine steile, zertrampelte Kuhweide hoch. Erst auf dem Federigrat trifft man dann auf einen richtigen Weg, der ist allerdings zeitweise sehr schmal und ausgesetzt. Ab hier stecken wir dann auch in den Wolken und uns schwant schon, dass das mit dem Gipfelpanorama heute wohl nichts wird.

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Federigrat in den Wolken

Durch den Nebel und die steilen Grasflanken kommt schon fast ein leichtes Färöer Feeling auf. Fehlen nur noch die Schafe. Kurz vor dem Gipfel kommen uns zwei Bekloppte entgegen, die tatsächlich ihr Bike hier hoch geschleppt haben und über den Grat abfahren wollen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese Route mit dem Bike Spass macht und so sind wir ganz froh, dass wir auf diesem Teil der Route zu Fuss unterwegs.

 

Da es wie befürchtet kein Panorama zu bestauen gibt nehmen wir alsbald den Abstieg via Plättlispitz in Angriff.

Steil geht's zurück nach unten

Steil geht’s zurück nach unten

Auch hier geht es erstmal in bester Fussbrechermanier über eine matschige, zertrampelte Kuhwiese.

Kuh und Wiese - auch Sie findet den Ausblick eher öde

Kuh und Wiese – auch Sie findet den Ausblick öde

Wenn ein Weg vorhanden ist, dann ist dieser so schmal und zugewachsen, dass man ab und zu völlig blind in irgend ein Loch tritt.

Herunterstraucheln

Herunterstraucheln

Süschée

Süschée 1

Süschée 2

Süschée 2

Immerhin sind die Wolken so gnädig und geben bald den schönen Blick auf den Walensee frei, während wir uns Knöcheltief durch Kuhscheisse wühlen. Bei der Unternätenalp zweigen wir nach rechts ab und bald hat man via sehr abenteuerlicher Wegkonstruktion wieder den Bikeparkplatz erreicht. Der Rest bis nach Schänis ist dann nur noch Formsache. Quasi ohne eine Pedalumdrehung rollen wir nach nach knapp 20 Minuten im Dorf ein.

Fazit: Von Schänis aus ist dies quasi der Prototyp aller Bike & Hike Touren. Nur zu Fuss würde ich diese Tour so nicht machen wollen. Uns persönlich hat die Wanderung aufgrund der Wegbeschaffenheit nicht so zu gesagt. Vielleicht wäre der Eindruck anders gewesen, hätten wir auf dem Grat und dem Gipfel keinen Nebel gehabt. So blieb uns wahrscheinlich der spektakuläre Teil der Wanderung etwas versagt.

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Pilatus – mit dir ist nicht gut Kirschen essen

Samstag. Wir planten unsere Reise auf den Pilatus. Mittels ÖV nach Kriens, dann mit der Bergbahn auf’s Fräkmüntegg. Ab dort zu Fuss auf den Pilatus. Das wären dann 700 Höhenmeter, gut machbar.
Sonntag. Alles lief wie am schnürchen, am Zürich HB konnten wir dank einem kurzen Sprint sogar auf einen früheren Zug und hatten 30 Minuten Zeitgewinn. An der Bergbahnstation erwischten wir gar eine besonders kurze Schlange. Kurz bevor wir an die Reihe kamen, fielen alle Kartenlesengeräte aus. Da wir nur eine Zwanzigernote in Bar dabei hatten, traten wir aus der Reihe aus und waren kurz Mal für 5 Minuten am Boden zerstört. Frust pur. Dabei hatte alles soooooo gut geklappt. Der Pilatus will uns einfach nicht…bei unserem letzten Besuch hatten wir das ganze Rösslispiel in umgekehrter Reihenfolge abgespult. Zuerst in Stansstad festgestellt dass die Bahn nicht fährt und dann irgendwie nach Kriens gedüst um doch noch auf den Gipfel gondeln zu können. Vielleicht schaffen wir es ja doch noch irgendwann einmal zu Fuss auf diesen Gipfel.

Da gleich ganze Busladungen  vor der Station ausgeladen werden entscheiden wir uns, den Pilatus Pilatus sein zu lassen. Kurzum entschliessen wir uns für den Bürgenstock, der nächste Berg in der Region. Wir haben genügend Zeit, so laufen wir von Kriens nach Horw,  und fahren ab Horw mit der Bahn nach Stansstad. Ab da dem Ufer des Vierwaldstättersees entlang, dann hinauf auf den Bürgenstock. Soweit der Plan. Auf Höhe Kehrsiten begannen meine Fersen an stark zu schmerzen – falsche Socken-Schuh-Kombination gewählt. Ich laufe Barfuss weiter, dafür nur bis Station Kehrsiten-Bürgenstock. Den “Gipfel” streichen wir. Wir können ja dann mit dem Schiff zurück nach Luzern..für einmal einfach gemütlich.
Als wir an der Station ankommen – passend zum Tag – stellen wir fest, die Station Kehrsiten-Bürgenstock befindet sich im Komplettumbau, der Schifffahrtenbetrieb wurde eingeschränkt, der Weiterweg ist gesperrt und die Standseilbahn ist ebenfalls ausser Betrieb. Vielleicht könnte man am Anfang des Weges in Stansstad darauf hinweisen. Wir sind jedenfalls nicht die einzigen, die etwas konsterniert vor der Baustellenabschrankung stehen. Das nächste Schiff fährt erst in zwei Stunden. Schade, das hätte so schön gepasst.
So laufen wir zurück nach Kehrsiten-Dorf, da dort die Schiffe regelmässiger anlegen und gelangen dann alsbald nach Luzern. Dort geniessen wir noch etwas den Augenblick und machen uns dann wieder auf den Nachhauseweg. Leider sind wir zeitlich noch etwas zu früh dran für einen Pastetliznacht, aber das holen wir bestimmt bald nach.

Nebenbei: Unterwegs haben wir zufällig herausgefunden, dass die Zwanzig Franken für die Bergbahn von Kriens auf’s Fräkmüntegg für zwei Personen doch gereicht hätten. Wir hatten nämlich nicht vor ein Retourbillet zu lösen, jedoch nur auf die Preise für eine Retour Fahrt geachtet. Jä nu…Dennoch war’s ein schöner Tag, nächstes Mal aber bitte mit ausreichend Bargeld!

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Bike Weekend in Davos

Nachdem nun endlich das Fully Upgrade erfolgreich war, wollten wir unsere neuen Sportgeräte natürlich auch in der freien Wildbahn testen. Also auf nach Davos!

Tour 1 – Alps Epic Trail
Unsere Erwartungen an diese Tour sind immens, wird sie doch im Internet in den höchsten Tönen gelobt:

Kein anderer Trail in der Schweiz wurde bisher als IMBA Epic Trail “geadelt”. Der “Alps Epic Trail Davos” gehört dementsprechend dem Kreis der besten Mountainbike-Trails der Welt an.

Also gondeln wir voller Erwartungen aufs Jakobshorn. Es folgt sogleich der erste Trail Richtung Sertig Dörfli, welcher uns wirklich schon ein breites Grinsen aufs Gesicht zaubert. Selbst für mich zu 95% fahrbar, nie ausgesetzt und einfach nur schön.

Witiberg

Singletrail Jakobshorn nach Sertig

Nach diesen ersten wunderbaren KM rollen wir in Sertig Dörfli ein. So kann es gerne weiter gehen! Tut es aber leider nicht..der Weiterweg Richtung Rhinerhorn ist zwar auch ein schöner Trail, nur leider müssen wir ihn bergauf befahren. Dazu ist eine gute Fahrtechnik nötig. Der Weg ist zudem auch an diesem Wochentag relativ stark frequentiert. Viele Wanderer und Biker sind auf dem schmalen Weg unterwegs. Nach einer intensiven Überprüfung der Funktionalität des Elektrozaunes neben dem Weg, verlege ich mich dann aufs Schieben. Der Trail setzt sich dann recht lange in diesem Stil fort und es ist recht schwer einen Rythmus zu finden. Dies könnte aber auch an unserer mangelden Fahrtechnik bzw. Kondition liegen. Der Weg windet sich dann sehr ausgesetzt durchs Chüetobel. Der Pfad ist schmal und rechts geht es nicht unwesentlich steil in die Tiefe. Fahrtechnisch zwar nicht schwierig, aber eine kleine Unachtsamkeit könnte hier recht fatal sein. So sind wir froh, als wir bei Jenisberg auf den Trail Richtung Station Wiesen einbiegen. Dieser lässt den verloren geglaubten Fahrspass wieder etwas aufleben. Wir beenden die Tour dann in Davos Wiesen, da der Weiterweg aufgrund eines Erdrutsches gesperrt ist. Die räthische Bahn bringt uns zurück Nach Davos Platz.

Fazit: Der beste Teil der Tour ist sicherlich der Trail vom Jakobshorn nach Sertig. Leider ist dieses Highlight bereits ganz am Anfang und der weitere Tourverlauf macht wahrscheinlich nur noch versierten Bikern Spass.

Tour 2 – Pischa 645
Praktischerweise startet die Tour gleich neben unserem Hotel. Auf schönen Wanderwegen schlängelt man sich Richtung Flüela. Bald wird der breite Wanderweg zu einem Trail, der wirklich schön angelegt ist, aber leider müssen wir ihn wieder bergauf befahren. Die Beine sind brutal müde vom Vortag und für mich ist die Strecke bis Tschuggen ein echter Kampf. Wie schön wäre es doch nur, diesen Trail bergab zu befahren..

Aussicht über's Flüelatal

Aussicht über’s Flüelatal

Ab Tschuggen geht es dann auf einem sehr steilen Wanderweg hoch zur Pischa Bergstation. Hier ist für mich wieder Schieben angesagt.

Tragetechik den Bikebergsteigern abgeschaut

Mit starker Kondition und Beinkraft ist auch einiges fahrbar, wie Adrian beweist. Schieben ist aber auch nicht ohne  und so kommen wir ziemlich platt bei der Bergstation an. Aber nach einer Portion Bündnerfleisch und Salznüssli sind wir bereit, den Downhill Part in Angriff zu nehmen. Dieser führ zuerst wunderschön angelegt auf dem Pischagrat entlang und zweigt dann kurz vor Hüreli rechts nach Drusatscha ab.

In Richtung Hüreli

In Richtung Hüreli

Down the hill

Down the hill

Der Singletrail ist fordernd und ich empfinde ihn schwieriger als die Abfahrt vom Jakobshorn nach Sertig. Dies liegt vor allem auch am Gelände und der Steilheit. Zeitweise ist der Trail recht ausgesetzt. Ungeahnte Gefahren stellen sich uns dann beim Ausrollen nach Drusatscha entgegen. Es wäre eigentlich ein gemütlicher flowiger Weg, doch der Weidezaun ist so gefährlich nache am Trail aufgestellt, dass wir beide mit dem Lenker hängen bleiben. Zum Glück bleiben die Stürze ohne Verletzungsfolge. So rollen wir unversehrt beim goldenen Ei vorbei Richtung Golfplatz.

Fazit: Eine schöne, aber fordernde Tour. Wer es nicht in den Beinen hat, muss sich auf ca 1h Schieben gefasst machen.

Tour 3 – Jakobshorn – Sertig – Davos
Am Sonntag wollen wir das Wochenende gemütlich ausrollen lassen. Da die Beine von den zwei abgespulten Touren ordentlich müde sind, soll es heute mehrheitlich nur bergab gehen. Da uns der Trail vom Jakobshorn nach Sertig so gut gefallen hat, beschliessen wir diesen noch einmal zu befahren. Da es ein Sonntag mit Prachstwetter ist, stehen wir früh auf um die erste Gondel zu erwischen. Ganze 15 Bikes transportiert diese um 08:30 bis zum Gipfel. Vom Bikesenior bis zur Fullface Fratkion ist so ziemlich alles vertreten. Trotzdem verteilt sich das ganze gut und wir haben den Trail fast immer für uns alleine, erst kurz vor Sertig treffen wir auf die ersten Wanderer. So geniessen wir noch einmal diese super Abfahrt und sind viel zu schnell wieder unten. Ab Sertig folgen wir diesmal dem Wanderweg Richtung Davos. In stetigem Auf und Ab, fahrtechnisch einfach aber auch sehr schön, windet sich dieser bis Boden. Über Forststrassen und kurze Teerpassagen pedalieren wir zurück zum Golfplatz und sind kurz vor 11 bereits wieder zurück.

Fazit: Sensationell! Eignet sich hervorragend für eine frühe Morgentour, wenn erst wenige Wanderer unterwegs sind.

Sertig Dörfli im Sommerkleid

Sertig Dörfli im Sommerkleid

 

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Biketour 407 – Arni Bike

Nachdem wir letztes Jahr vermehrt mit unseren altertümlichen Hardtails an unsere Grenzen gestossen sind, heisst das Projekt für 2016: Fully! Kurzerhand leihen wir uns für diesen Auffarhtsdonnerstag je ein Scott Genius 730 bzw. 720. Ich bin zudem zum ersten Mal mit 27.5+ Reifen unterwegs, da meine Rahmengrösse ansonsten nicht als Testbike zur Verfügung steht.

Scott Genius 720 27.5+

Scott Genius 720 27.5+

Nachdem die Räder im Kofferraum verstaut sind geht es Richtung Amsteg. Trotz Auffahrt kommen wir ohne Probleme vorwärts nur um dann 800m vor der Ausfahrt Amsteg am ersten Gotthard Rotlicht 20 Minuten im “künstlichen” Stau zu stehen. Jä nu..wir haben es ja nicht so pressant heute. Nachdem alle Räder wieder montiert sind, rollen wir los. Kaum sitzt man im Sattel, geht es gleich eine sehr steile Rampe hoch, so dass man schnell auf Betriebstemperatur ist. Bis Wiler ist die Strecke nicht sonderlich spannend und der Abschnitt auf der Hauptstrasse eher unangenehm. Unsere Versuche das Ganze auf dem Wanderweg zu umgehen scheitern wie immer kläglich. Langsam sollten wir auch wissen, dass es meistens einen Grund hat, wenn die offizielle Route auf einer Hauptstrasse entlang führt. Bei Wiler wechselt man dann auf eine äussert spärlich befahrene Teerstrasse die sich via Gurtnellen bis nach Rinderstafel führt und irgendwann zu einem Schotterweg wird. Die Steigung ist angenehm gleichmässig, trotz allem komm ich mir mit meinen 27.5+ Reifen vor wie auf einem Traktor. Die Heissigegg ist dann der höchste Punkt der Tour, von wo man gemütlich bis zum Arnisee rollt. Wie erhofft sind dort schon ein paar Familien am Feuer machen und wir können unsere im Tüfkühler aufgespürte Wurst auch noch mitgrillieren. Leider ist die Bise hier oben ziemlich heftig und so machen wir nicht all zu lange Pause. Zurück geht es erst einmal auf dem gleichen Weg bis Rinderstafel, dort zweigt der Downhill Richtung Intschi ab.

Kurz nach dem Abzweiger Richtung Intschi

Kurz nach dem Abzweiger Richtung Intschi

Hier können meine Ballonreifen zum ersten Mal so richtig auftrumpfen. Ob ich nun links oder rechts am Hindernis vorbeifahren will muss ich mir gar nicht erst überlegen, schon bin einfach drübergerollt. In Kombination mit dem Dämpfer und den 150mm Federweg vorne ein sehr ungewohnter Komfort. Der Aha Effekt ist in etwa so gross wie damals auf Island die Strecke zum Detifoss einmal mit VW Polo und danach mit dem Landcruiser. Mit dicken Unterarmen rollen wir bei der Talstation der Seilbahn wieder auf die Hauptstrasse und zurück nach Amsteg.

 

Trail nach Intschi

Eine kurze flowige Passage

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Munt Buffalora

Der Wetterbericht sagt Wetterverschlechterung gegen Nachmittag an, also suchen wir uns eine kurze und einfache Tour aus. Die Besteigung des Munt Buffalora eignet sich perfekt für unser Vorhaben, eine kurze aber spannende und landschaftlich wunderschöne Tour. Der Abstecher in den Nationalpark lässt sich zudem hervorragen mit einem Shopping und Essabstecher nach Livigno kombinieren.

Gestartet wird beim Parkplatz kurz nach dem Gasthaus Buffalora. Bequem fällt man quasi direkt vom Autositz in den von diversen Vorgängern gespurten Schnee. Im Spurenwirrwarr ist nicht immer klar, welches nun die richtige ist, aber ans Ziel führen sie wohl alle schlussendlich. Wir halten uns in etwa an unseren GPS Track. Im letzten Sommer waren wir hier ganz in der Nähe mit unseren Bikes unterwegs, aber auch im Winter verliert die wunderbare Landschaft nichts von ihrem Reiz. Das vorausgesagte Schlechtwetter macht sich jedoch bald mit einem starken und entsprechend eiskalten Wind bemerkbar, so dass wir nach dem obligaten Gipfelfoto schnell den Abstieg unter die Füsse nehmen. Sobald der Wind etwas nachgelassen hat, mampfen wir unser Brötchen mit Sicht auf eine Skitourengruppe die an einem steilen Hang Spitzkehren übt. Auf dem weiteren Rückweg bringen wir noch die LVS Übung einer weiteren Gruppe etwas durcheinander. Wir amüsieren uns köstlich, als wir plötzlich die halbe Gruppe im Schlepptau haben.

Nach dem kurweiligen Abstieg sind wir schnell wieder im Auto und machen uns auf denWeg durch den Tunnel nach Livigno. Den Schock über den Tunnelpreis verdauen wir beim Steinpilzhorten und Sportläden unsicher machen. Spätestens nach dem Besuch an der Tankstelle und dem Nachtessen für 20€ ist die Welt wieder in Ordnung. Zufrieden düsen wir am späteren Abend noch einmal durch den Tunnel zurück nach Scuol.

Elapsed Time Moving Time Distance Average Speed Max Speed Elevation Gain
03:11:36 02:31:45 7.44 2.94 5.40 635.70
hours hours km km/h km/h meters
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