Vinschgau – Val di Sole – Engadin

Höchste Zeit für ein Update!

Über den verschneiten Julierpass nehmen wir den Weg ins Vinschgau in Angriff. In Coldrano (Goldrain), unserem Ziel, ist es gefühlte 15 Grad wärmer als in den schweizer Alpen und die Saison ist noch in vollem Gang, ebenso wie die Apfelernte.  Wir beziehen unsere kleine Ferienwohnung und stellen einen ungefähren Plan für die nächsten Tage zusammen. Da ich allerdings immer noch mit der hartnäckigen Erkältung kämpfe, verschieben wir die geplanten Biketouren um einen Tag und fahren erst einmal mit der Vinschger Bahn bis nach Meran, wo wir das schöne und warme Wetter, sowie die Annehmlichkeiten der kleinen Stadt geniessen.

Auf dem Julier herrscht bereits Winter

Auf dem Julier herrscht bereits Winter

Meran gefällt uns auch bei unserem zweiten Besuch

Meran gefällt uns auch bei unserem zweiten Besuch

Fiat 500 Parade

Fiat 500 Parade

Am nächsten Tag ist die Schonzeit dann allerdings vorbei und wir pedalieren direkt von der Haustür Richtung Sonnenberg. Knapp 800 Höhenmeter trennen uns von unserem heutigen Bergpreis, dem Start des Propain Trail (Der Name hat nichts mit Schmerzen zu tun, sondern mit der gleichnamigen Bikemarke). Dank Teerstrasse und gleichmässiger Steigung kommen wir ganz gut voran, auch wenn die ab und zu vorbei fahrenden Bikeshuttles ein wenig an der Motivation nagen. Oben angekommen geniessen wir noch ein wenig das warme Wetter, ehe wir uns den Trail hinunter wagen. Mal einfach, mal flowig, mal rumplig, steinig und schwierig…der Trail bietet so ziemlich alles was das Bikeherz begehrt und mit einem dicken Grinsen rollen wir durch Schlanders wieder zurück nach Colrdano. Auch am nächsten Tag wartet einer der besten Trails des ganzen Vinschgaus auf uns. Der berühme Holy Hansen Trail will befahren werden, diesmal trennen uns allerdings knapp 1000 Höhenmeter von unserem Tagesziel. Für mich ein echter Krampf, der allerdings mit Kaiserschmarn und einem riesigen Becher Vanilleglace belohnt wird. Schliesslich müssen wir ja jetzt nur noch bergab. Auch wenn wir (ich) ein paar mal Absteigen müssen, der Holy Hansen macht genau so viel Spass wie der Kollege Propain auf der anderen Talseite.

Der wohl berühmteste Trail im ganzen Vinschgau

Der wohl berühmteste Trail im ganzen Vinschgau

Mal flowig..

Mal flowig auf dem Propain Trail..

mal rumplig.

mal rumplig auf dem Holy Hansen.

Diesmal probiert sich allerdings Adrian in einer Rolle vorwärts, was mit einem blutigen Knie und einem defekten Schaltzug endet (Mann ist wohl zu eitel für Knieschoner? :)). Beides ist allerdings nicht so schlimm und wir können die Tour noch zu Ende fahren. Allerdings sind nun doch Knieschoner der erste Punkt auf unserer Einkaufsliste. Um den Schaltzug kümmert sich der Bikemech in Schlanders. Am letzen Tag im Vinschgau gönnen wir unseren Beinen etwas Ruhe, gondeln mit der Bahn nach St. Martin und genehmigen uns nach einem kurzen Spatziergang gigantische Mohnstrudel und Apfelsaft.

Am Samstag verlassen wir das Vinschgau Richtung Val di Sole. Via tausend Kurven und Bergstrassen, auf denen leider auch ein Eichhörnchen sein Leben an unsere BF Goodrich Reifen verliert (sorry!), erreichen wir Commezzadura. Das Wetter ist trübe und im Gegensatz zum Vinschgau herrscht hier schon absoulte Zwischensaisonstimmung. Für die nächsten Tage ist leider mehr oder weniger Dauerregen angesagt und so sehen wir von den zweifelsohne sehr schönen Brenta Dolomiten so ziemlich gar nichts. Aber es gibt schlimmere Orte ein paar Regentage zu überstehen, als ein vierstern Hotel mit Spabereich und immerhin reicht es dann doch noch für eine kleine Biketour ohne nass zu werden.

Unterwegs im Val di Sole

Unterwegs im Val di Sole

Wo es leider meistens so aussieht

Wo es leider meistens so aussieht

Ausserdem bleibt Zeit um die nächsten paar Tage zu planen. Der ursprüngliche Plan, weiter Richtung Cortina zu fahren, gerät langsam ins wanken. Der Wetterbericht sagt dies- und jenseits der Alpen viel Regen und Schnee voraus. Ausserdem verliert unser treuer Landcruiser seit einigen Tagen Öl. Also beschliessen wir einen weiteren Abstecher nach Hause um das Ölproblem zu beheben und besseres Wetter ab zu warten. Auf dem Weg nach Zürich planen wir allerdings noch einen Zwischenstop in Pontresina ein. Wir wollen die Gelegenheit nutzen, um eine Biketour zu fahren, die bereits seit Ewigkeiten auf unserer To Do Liste steht: Der Bernina Express von Pontresina nach Poschiavo. Bei der Autofahrt nach Pontresina sind wir allerdings ein wenig skeptisch ob das Vorhaben gelingt, auf dem Bernina liegt bereits ein wenig Schnee. Nachdem wir unser Hotelzimmer bezogen haben, nutzen wir noch unsere Gästekarte und fahren mit dem Sessellift hoch auf die Alp Languard. Unverhofte Sonnenstrahlen bescheren uns einen wunderschönes Panorama und wir geniessen die kurze, aber schöne Wanderung.

Das Wetter kann sich nicht so ganz entscheiden

Das Wetter kann sich nicht so ganz entscheiden

Bereit für den Winterschlaf

Bereit für den Winterschlaf

Am nächsten Tag gilt es dann also ernst. Bei kühlen Temperaturen starten wir in Pontresina Richtung Morteratsch. Der Anfang ist recht gemütlich, aber kaum ist der Bahnhof Morteratsch passiert, geht es furchtbar steil bergauf. Nach 45 Minuten Fahrt bin ich zum ersten mal (bergauf) auf die Schnauze gefallen und keine drei Pedalumdrehungen später produziert Adrian einen Kettenriss. Die Reperatur mit dem Quicklink will erst nicht klappen, aber irgendwann ist die Kette dann doch wieder notdürftig zusammengeflickt. Zuerst wollen wir damit eigentlich nur zurück nach Pontresina fahren, als wir wieder zurück beim Bahnhof Morteratsch sind, stellen wir jedoch fest, dass die Reperatur eigentlich recht gut hält. So beschliessen wir, es doch bis nach Poschiavo zu versuchen. Also müssen wir das steile Stück welches wir soeben zurück gefahren sind nochmals hoch. Phu…von Pontresina bis zum Bernina Hospiz sind es zwar nur 500 Höhenmeter, doch diese müssen hart erarbeitet werden. Die Höhe sorgt zusätzlich dafür, dass man nach wenigen Minuten wie eine altersschwache Dampflock aus allen Löchern pfeift. Dafür entschädigt die wunderbare Landschaft für alle Mühen und irgendwann ist das Ospizio erreicht. Von dort ist es dann nicht mehr all zu weit bis zum Restaurant Bélvedère, eine urchige Berghütte mit toller Aussicht über das Puschlav und den Palügletscher, das Kuchenbuffet ist auch nicht zu verachten. Gestärkt mit Heidelbeerkuchen nehmen wir die lange Abfahrt Richtung Poschiavo in Angriff. Über loses Geröll, Wurzeln und die Schienen der Räthischen Bahn führt der endlose Trail hinunter nach Poschiavo. Ein wirkliches Bike Highlight diese Tour. Aber noch ist sie nicht fertig! In Poschiavo besteigen wir den Zug, welcher uns nun zurück zum Bernina Hospiz transportiert. Von dort geniesst man nun noch die ebenso geniale Abfahrt zurück nach Pontresina, die wir zu dritt in Angriff nehmen. Unterwegs hat Adrian nämlich wieder mal ein Schwätzchen gehalten und wir nehmen spontan einen E-Bike Fahrer in unsere überschaubare Bikegruppe auf. Neidisch bin ich ja schon ein wenig, wenn ich sehe wie mühelos der E-Biker die steilsten Rampen erklimmt, aber auch ohne Strom machen die letzten Kilometer zurück nach Pontresina Spass. Nach einem feinen Znacht entspannen wir unsere müden Knochen noch ein wenig in der Sauna.

Eindeutig ein Kettenriss :D

Eindeutig ein Kettenriss :D

Der Piz Palü zeigt sich auch ab und zu

Der Piz Palü zeigt sich auch ab und zu

Kurz vor dem Ospizio

Kurz vor dem Ospizio

Der Bernina Express ist Namensgeber dieser tollen Tour

Der Bernina Express ist Namensgeber dieser tollen Tour

Poschiavo Ahoi

Poschiavo Ahoi

Der nächste Tag bringt trübes Wetter und am Nachmittag ist Regen angesagt. Bevor wir nach Hause fahren, wollen wir jedoch noch ein wenig unsere Gästekarte ausnutzen. Da die Beine von gestern noch ordentlich müde sind, lassen wir uns heute hochfahren. Die Flowtrails auf der Corviglia sind das Ziel. Nach einigen Bahnfindungsschwierigkeiten weil wir nicht ins Parkhaus passen, bringt uns die Standseilbahn durch dicken Nebel nach oben. Über die beiden Flowtrails geht es dann wieder nach unten. An unserem Flow müssen wir defintiv noch arbeiten, aber es macht Spass für einmal einfach nur runter zu fahren und sich dann gemütlich mit der Bahn wieder nach oben transportieren zu lassen. Gegen Mittag wird es dann allerdings ungemütlich kalt und wir nehmen wiederwillig Abschied vom Engadin.

360 Grad Kurve auf dem WM Trail

360 Grad Kurve auf dem WM Trail

Irgendwo auf dem Olympia Trail

Irgendwo auf dem Olympia Trail

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Savognin

Am Montag Nachmittag machen wir uns also auf Richtung Savognin. Nachdem wir endlich die Ferienwohnung meiner Eltern gefunden haben, feiern wir das Wiedersehen stilgerecht bei Cordon Bleu und Capuns im nahen Restaurant.
Am nächsten Tag schwingen wir uns aufs Bike und nehmen den Uphill Richtung Alp Tscharnoz in Angriff. Schon bald bin ich ordentlich ausser Puste. Ob es das Cordon Bleu, das reichhaltige Frühstück oder die ungewohnte Höhe ist (oder alles zusammen)? Aber auch schiebend erreicht man irgendwann die Alp Tscharnoz und danach geht es dann definitv nur noch auf spassigem Trail abwärts. Danach reicht es sogar noch, unsere gratis Bähnlikarte auszunutzen.

Verdiente Pause kurz vor der Alp Tscharnoz

Verdiente Pause kurz vor der Alp Tscharnoz

Diesmal ohne Bikes, dafür mit Eltern, gondeln wir gemütlich für ein Salsizplätttli den Berg hoch. Immerhin den Rückweg nehmen wir zu Fuss in Angriff.
Auch am Mittwoch sind wir wieder auf zwei Rädern unterwegs. Dieses mal habe ich in weiser Vorraussicht das reichhaltige Gipfelifrühstück durch eine Schüssel Porridge ersetzt, in der Hoffnung, das Bergauffahren möge dies mal ein wenig besser gehen. Mit dem Postauto lassen wir uns bis Bivio chauffieren. Vorbei am Marmorera Stausee geht es bald steil aufwärts Richtung Alp Flix. Da helfen auch keine Haferflocken zum Frühsück. Der Aufstieg ist allerdings nicht all zu lang und schon rollen wir auf der wunderschönen Hochebene weiter, welche wir bis anhin nur im Winter kannten. Bald zweigt unser Single Trail Richtung Rona ab. Eine holprige Angelegenheit im oberen S2 Bereich, die mich des öfteren zum Absteigen zwingt. Gegen Ende wird es wieder einfach und der Weg führt uns durch einen wunderschönen Märchenwald, ehe wir bei Rona die Julier Passstrasse überqueren und gemütlich der Gelgia entlang bis nach Savognin rollen. Da es noch früh am Nachmittag ist, entscheiden wir uns die Tour bis nach Tiefencastel zu verlängern. Blöderweise muss man dazu allerdings nochmals ordentlich bergauf fahren, ehe man via Singletrail von Mon nach Tiefencastel gelangt. Der Trail ist wiederum am oberen Limit von dem was wir (oder ich zumindest) sicher fahren können. Eine Vorwärtsrolle später haben sich zumindest auch die Knieschoner bewährt. In Tiefencastel reicht es gerade noch für einen Nussgipfel Abstecher beim Bäcker, ehe uns das Postauto zurück nach Savognin bringt.

Schöner Trail entlang dem Stausee

Schöner Trail entlang dem Stausee

Alp Flix mit Blick auf den markanten Piz Plata

Alp Flix mit Blick auf den markanten Piz Plata

Märchenwald ob Ronda

Konnten wir bis anhin noch sommerliche warme Temperaturen geniessen, zieht langsam schlecht Wetter auf und es wird deutlich kälter. Es reicht gerade noch so für eine kurze Wanderung auf den Piz Martegnas. Wanderwegtechnisch jetzt nicht gerade ein Highlight, meistens beweg man sich entweder auf Skipiste oder Knöchelbrecherkuhweide. Aber dafür winkt ein Wurstsalat in Radons, ehe wir bei der Mittelstation wieder auf den Rest der Familie treffen, mittlerweile sind auch Schwester und Göttibueb eingetroffen. Trocken schaffen wir es noch bis nach Hause, ehe dann definitiv das schlechte Wetter Einzug hält.

"Wanderweg"

“Wanderweg”

Der Photograph und sein Model

Der Photograph und sein Model

Der nächste Morgen begrüsst uns mit starkem Regen, gegen Mittag hat Petrus allerdings ein Einsehen und wir gondeln ein weiteres Mal den Berg hoch um zumindest noch eine kleine Runde zu Fuss zu drehen. Die Wolken bieten immerhin dramatische Fotoszenen und wir treffen auf den ersten Schnee der Saison!

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Von 30 Grad bis zum ersten Schnee in 3 Tagen

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Immerhin gutes Fotowetter

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Das Wochenende bleibt weiterhin nass und kalt. Zudem macht sich ein aus dem Aargau importierter Käfer breit und verwandelt unsere Ferienwohnung in ein Sanatorium. 4 von 6 Personen sind am Schluss am kränkeln, kein schlechter Schnitt! Trotzdem reicht es am Sonntag noch für einen ausgedehnten Brunch im Bergrestaurant, ehe wir uns von der Familie verabschieden und weiter Richtung Südtirol ziehen.

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Auvergne – Zürich

Wie jetzt Zürich? Aber alles der Reihe nach:
Das Wetter meint es für einmal gut mit uns, es herrscht allerbestes Wanderwetter. Also nehmen wir den Gipfel des Puy de Sancy in Angriff. Die eine Seite dieses Gebiets ist ein ziemlich verbautes Skigebiet und auch auf den Puy de Sancy kann man fast mit dem Gondeli hochfahren, entsprechend sieht es dort oben aus wie an einem schönen Sontag auf der Rigi. Die Rückseite ist allerdings fast unverbaut und im Vergleich zum Gipfel schon fast einsam. Daher müssen wir nicht zweimal überlegen, von wo aus wir den Berg in Angriff nehmen wollen. Wir bahnen uns einen Weg durch die zahlreich vorhandenen Kuhherden und es dauert nicht lange, bis wir die Endstation einer der Gondeln erreichen, von wo aus sich im Sommer die Biker zu Tale stürzen. Wir machen eine Pause und beobachten eine Weile, was sich da so alles mit Fullface und Ganzkörper Panzerung auf den Weg macht. Es scheint, als seien in diesem Park ausschliesslich Feriengäste unterwegs, die in ihrem Leben noch nie auf einem Rad gesessen und bereits 2 Meter nach der Gondelstation völlig überfordert sind. Da es entsprechend nicht viel spannendes zu sehen gibt, machen wir uns auf den Weiterweg Richtung Puy de Sancy, nun nicht mehr ganz so einsam, die Aussicht ist trotzem fantastisch und wir geniessen das tolle Wetter, auch wenn wir uns aufgrund der Menschenmassen nicht lange auf dem Gipfel aufhalten. Auf dem Rückweg mampfen wir uns noch ein wenig durch die am Wegrand wachsenden Heidelbeeren und sind dann bald auch schon wieder zurück beim Auto.

Auf dem Puy de Sancy zusammen mit halb Frankreich

Auf dem Puy de Sancy zusammen mit halb Frankreich

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the locals

Die Gipfel der Auvergne bestehen hauptsächlich aus längst erloschenen Vulkanen. Bis anhin haben wir davon noch nicht so viel gemerkt, daher machen wir uns am nächsten Tag auf Richtung Puy de Dôme. Da dort allerdings ein Zug hochfährt, entscheiden wir uns für dessen Nachbarn den Puy de Pariou, dem man seinen vulkanischen Urpsrung deutlich ansieht. Wir umrunden den Berg auf seinem Kraterrand, besteigen zwei kleinere Nachbargipfel und surfen auf losem Lavagestein wieder talwärts.

Der Krater des Puy Pariou

Der Krater des Puy Pariou

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Am Mittwoch heisst es dann zum letzten Mal zusammenpacken und Auto beladen. 600 Kilometer und einige Stunden später, schliessen wir tatsächlich die Türe zu unserer Wohnung auf, was sich nach 3 Monaten Abwesenheit schon reichlich seltsam anfühlt. Doch wieso schon zu Hause? Nachdem wir uns letzte Woche gegen die Pyrenäen entschieden hatten, reifte ziemlich schnell der Entschluss eines Zwischenstops zu Hause. Ballast abwerfen und Bikes tauschen, soweit der Plan. Die Tage zu Hause vergehen im Schnellzugstempo, es gibt aber auch viel zu tun. Auspacken, wieder einpacken, Material reinigen, Auto waschen, Gepäckträger demontieren, Tipi in die Reperatur bringen, Kleider waschen, Bikes vorbereiten und natürlich Raclette essen! Dazwischen finden wir aber auch noch Zeit um auf der Aliexpress Ananas die Limmat hinunter zu treiben. Was sein muss, muss sein.

Die China Ananas ist bereit für die Jungfernfahrt

Die China Ananas ist bereit für die Jungfernfahrt

Auf der Limmat (mit schöner T-Shirt Bräune)

Auf der Limmat (mit schöner T-Shirt Bräune)

Dies muss allerdings vorerst ein Geheimnis bleiben, denn morgen wollen wir meine Familie an ihrem Ferienort Savognin überaschen. Daher können wir diesen Blogpost erst online stellen, wenn die Überaschung dann hoffentlich gelungen ist.
Nach Savognin geht es wahrscheinlich via Vinschgau weiter in die Dolomiten, wo wir uns noch einen schönen Herbst mit etwas weniger Volk erhoffen. Und was wäre eine Reise ohne den obligaten Schlussabstecher nach Bella Italia?

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Bretagne – Auvergne

Die letzten Tage in der Bretagne verbringen wir wie die vorangegangenen: gemütlich ausschlafen, gemütlich frühstücken, gemütlich käfele und am Nachmittag gemütlich biken. So erkunden wir viel besuchte Küstenabschnitte aber auch total einsames Hinterland hauptsächlich auf zwei Rädern.

Spannende Trails..

Spannende Trails..

Entlang der Küste

Entlang der Küste

Wahrscheinlich hätten wir noch ewig auf dem gemütlichen Camping Platz bei Châteulin bleiben können, aber irgendwann beschliessen wir dann doch, unsere sieben Sachen zu packen. Wir fällen den endgültigen Entschluss, Bordeaux sowie die Pyrenäen aus zu lassen und uns stattdessen dem Innland von Frankreich zu widmen. Dazu fahren wir aber erst einmal noch ein paar Stunden südwärts um uns die angeblich schönste Region der Bretagne anzuschauen. Wir landen auf einem sehr einegenden Campingplatz, die Aussicht beschränkt sich auf Zelte, Autos und hohe Hecken. Gegen Abend machen wir uns mit dem Auto auf Richtung Quiberon, eine kleine Landzunge mit spektakulärer Küste, so vespricht es unser Reiseführer. Nur leider sind solche Massen auf dieser kleinen Halbinsel unterwegs, dass wir um acht Uhr Abends erst einmal über eine Stunde im Stau stehen. Nachdem wir es endlich geschafft haben, spatzieren wir noch ein wenig der Küste entlang, können aber beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum dies die schönste Ecke der Bretagne sein soll.

Halbinsel Quiberon

Halbinsel Quiberon

Nach diesem Abend sind nun defintiv alle Zweifel an unserer Entscheidung, die Westküste zu verlassen, beseitigt. Unser nächstes Fernziel heisst somit Auvergne. Um dieses zu erreichen, müssen wir erst einmal einige hundert Kilometer zurücklegen, was aber bei dem trüben Wetter nicht so schlimm ist. Über Fontenay-le-Comte, wo wir uns wieder einmal ein Hotelzimmer gönnen, gelangen wir in die Region Périgord Limousin.

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Auch die Sonnenblumen haben keine Freude am Wetter

Wir lassen uns auf einem winzigen aber sehr charmanten Campingplatz mit gerade mal 6 Plätzen und einem riesigen Garten nieder. Dass die Besitzer aus England stammen, erkennt man auf den ersten Blick an den vorherrschenden Sanitärinstallationen. Ach wie haben wir es vermisst, uns beim Abwaschen ständig die Hände zu verbrennen.
Leider gibt es in der Region jedoch für uns nicht all zu viel zu tun, aber da uns der Campingplatz so gefällt, unternehmen wir doch noch eine Biketour, um einen Tag länger bleiben zu können. Die Landschaft ist nicht sonderlich spektakulär und könnte so auch irgendwo im Aargau anzutreffen sein, aber wir geniessen dennoch die 30km über einsame Landstrassen auf denen wir gerade mal einem Auto begegnen.
Heute, nach weiteren drei Stunden Fahrt, sind wir nun in der Region Auvergne angekommen. Hier merkt man bereits die Nähe zu den Alpen und der ein oder andere Berg wartet auf unsere Besteigung, so dass es hoffentlich bald wieder spannenderes zu berichten gibt!

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Bretagne

Unser Basislager für die nächsten Tage ist das Camping La Vallée, ein schöner und vor allem kleiner Camping-Platz mit knapp 50 Stellplätzen. Wir bekommen den letzten freien Platz in einer schönen ruhigen Ecke. Nachdem die Kette geschmiert und der Sattel auf die richtige Höhe eingestellt ist, folgen wir mit dem Bikes dem ausgeschilderten Fahrradweg auf die andere Seite der Halbinsel. Für den Rückweg suchen wir uns selber eine Route zusammen, was allerdings dazu führt, dass wir unsere Bikes ab und über ein paar Strände schieben müssen. Das Schaltwerk und die Scheibenbremsen freuts. An einem dieser Strände machen wir einen Zwischenhalt und geniessen die warmen Sonnenstrahlen. Mit der Zeit füllt sich dieser mit immer mehr Menschen. Wir packen unser Badetuch ein und fahren weiter der Küste entlang bis zum Cap d’Erquy. Die Klippen erheben sich etwa 40 Meter aus dem Wasser. Die Rundumsicht ermöglicht uns, Taucher, Kajak-Paddler und Segelbote zu beobachten. Einige Kilometer weiter sind wir bereits wieder zurück bei unserem Zelt. Beim guten Wetter backen wir uns gleich noch eine leckere Aprikosenwähe fürs Abendessen.

Ähm wodure gahts?

Ähm wodure gahts?

Wenn Biker auf Boote treffen..

Wenn Biker auf Boote treffen..

Die Wetterprognosen in der Bretagne sind in etwa so präzise wie jene in Schottland. Etwa die nächsten drei Stunden können vorhergesagt werden, alles andere ist blühende Meteorologen-Fantasie. So verbringen wir den Morgen bei überraschend kühlem und nassem Wetter im Zelt. Immer wieder drückt die Sonne durch, sie schafft es jedoch nicht gegen die dunklen Regenwolken anzukommen. Erst gegen den Nachmittag lockert sich die Wolkendecke und wir fahren nach St. Malo. Bisher kennen wir die Stadt nur vom Aufdruck auf diversen Milchprodukten. Wir haben Mühe einen Parkplatz zu finden, da es a) keinen freien Platz Nähe der Innenstadt oder b) eine Einfahrsperre für Fahrzeuge grösser 1.9M hat. Frankreich ist wohl bis heute für den Citroen 2CV normiert. Mit etwas Glück finden wir dann doch noch einen Parkplatz und zwängen uns in die Touristenmassen von St. Malo. Die Gassen sind in etwa so voll wie in Zürich höchstens am 6i Lüte und selbst vor den Bankomaten bilden sich lange Schlangen.
Die damalige Piraten-Stadt ist von einer begehbaren Stadtmauer umgeben, welche einen schönen Blick auf die Stadt selber und die umliegenden Miniinseln bietet. Auch können wir die Gezeiten hautnah miterleben. Wir beobachten, wie zwei Bademeister bei Flug das Fort National räumen und die Touristen über eine immer kleiner werdende Landzunge zurück zu den Stadtmauern eilen. Binnen wenigen Minuten ist die kleine Insel vom Meer eingenommen. Nach dem Abendessen in einem der hunderten von Restaurants gehen wir erneut auf die Stadtmauer. Gerade noch rechzeitig bestaunen wir den schönen Sonneruntergang und den beeindruckenden Unterschied zwischen Ebbe und Flut. Wo zuvor noch Kinder Strandfussball spielten und Sonnenanbeter auf ihren Badetüchern lagen, ist nur noch metertief Wasser zu sehen.

Zwei Bademeister sorgen dafür, dass alle rechtzeitig die Insel verlassen

Zwei Bademeister sorgen dafür, dass alle rechtzeitig die Insel verlassen

Sonnenuntergang in St. Malo

Sonnenuntergang in St. Malo

Uns zieht es weiter, weiter westwärts in den äusseren Zipfel der Bretagne, dem Department Finistere. Nach fast drei Stunden Fahrt erreichen wir den Camping-Platz Ty Provost. Einmal anders als sonst, trohnt der Camping-Platz hoch über einem Fluss auf etwa 170 M.ü.M. Beim Abendessen geniessen wir die überragende Aussicht von unserem Horst aus.

Camping mit Aussicht

Camping mit Aussicht

Anschliessend planen wir die Biketour für den nächsten Tag.Die Tour ist im Schwierigkeitsgrad “dificile” eingeorndet, lässt sich jedoch auch nach einer intensiven Cidre und Camembert Diät gut fahren. In Sachen Sumpffaktor kann der Track mit jedem schottischen Wanderweg mithalten. Der Weg führt über Stock und Stein, mal bis zu 30cm unter Wasser, bis auf den mit 330 M.ü.M höchsten Hügel in der Umgebung . Viel höheres hat die Bretagne nicht zu bieten. Hier oben treffen sich Segelsportler aller Art, vom Paraglider bis zum Modellflieger. Allerdings ist deren Aktionsradius genau auf diesen einen Hügel beschränkt und es ist schon fast ein Wunder, dass sich hier niemand Gegenseitig in die Quere kommt. Wir schauen eine Weile dem regen Treiben zu und verlassen dann den Hügel über einen ruppigen Singletrail.

Wunderschöne Biketour..

Wunderschöne Biketour..

sogar mit Singletrail

sogar mit Singletrail

Das Wetter für die kommenden Tage ist eher trübe und nass. Wir nehmen die Gelegenheit wahr und führen kleinere Wartungs- und Reinigungsarbeiten an unseren Fahrrädern durch, welchen die vielen hundert Kilometern auf dem Radträger langsam deutlich anzusehen sind. Anschliessend fahren wir in die nächst grössere Stadt Quimper. Mit 60’000 Einwohner eine gute Grösse für ein anständiges Kaffee. Zu meiner Verwunderung verfügt Quimper aber auch über Charme. Alte Werkshäuser, Crepperien, Patisserien und in der Mitte der Stadt eine gigantische gothische Kathedrahle ähnlich der Notre Dame.
Im Cafe “Kafeenn” geniessen wir den ersten anständigen Kaffee in Frankreich.

Franzosen können auch Kaffee (ein paar wenige zumindest)

Franzosen können auch Kaffee (ein paar wenige zumindest)

Quimper

Quimper

Anschliessend gehen wir zu Leclerc einkaufen. Im riesigen Hypermarche komme ich aus dem Staunen in der Fisch- und Meeresfrüchte-Abteilung kaum heraus. Lebende Meeres-Schnecken, Moules Selbstbedienungstheke oder freilaufende Krabben die sich versuchen aus dem Staub zu machen, alles gibt es zu kaufen. Wir begnügen uns mit paniertem Fisch und Kartoffeln – lässt sich schliesslich mit unserer Camping-Ausrüstung auch besser zubereiten. Zurück in unserem Basislager lassen wir den Tag gemütlich ausklingen. Die Nachtruhe wird für einmal von zwei Igeln gestört, die sich direkt neben unserem Zelt stundenlang der Fortpflanzung widmen. Sachen gibt’s.

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Normandie

Als wir mit der Oscar Wilde in Cherbourg einfahren heisst uns das gute Wetter bereits wilkommen. Kurz darauf rollen unsere Reifen wieder auf dem Festland und endlich darf ich die Kreisel wieder Rechts umfahren.
In der Normandie kommt man natürlich um ein ganz grosses Thema nicht herum, egal wieviel Mühe man sich gibt; Der zweite Weltkrieg und insbesondere der D-Day vom 6. Juni 1944. Bereits auf der Autobahn machen grosse Plakate auf die Schauplätze des D-Day’s aufmerksam. Landungsstrände, Soldatenfriedhöfe, Museen und Gedenkstätten sind allgegenwärtig. Vorerst rauschen wir an allen vorbei und gelangen zügig bis nach Creully, ziemlich in der Mitte der schönen Normandie. Nach langer Recherche haben wir den Camping-Platz Les 3 Rivieres ausgewählt, da dieser über keinen Kinderspielplatz, keinen Wasserpark und keine Nachmittagsanimation verfügt. Hier bleiben wir gerne ein paar Tage. Nach einer kurzen Erkundungstour an den Juno Beach (Landungsstrand der Kanadier) gibt’s passend zur Region Camembert, Baguette und Cidre zum Znacht.

Typische Landschaft der Normandie

Typische Landschaft der Normandie

Um mein Französisch aufzufrischen besuche ich am Morgen als Erstes die nahegelegene Boulangerie. Zwei Croissants und ein Brot später geniessen wir unser Frühstück und machen uns dann mit den Velos auf nach Arromanches-les-Bains. Der Ort liegt am Gold Beach, dem Landungsstrand der Briten. Heute kann man hier zwischen verrosteten Überresten des Alliertenhafens den Badeurlaub verbringen. Vorbei an Panzern und Flugabwehrkanonen bahnen wir uns den Weg zum bekannten 360°-Kino. Dort lassen wir uns mit einem Kurzfilm zum “Débarquement du Jour-J” berieseln. Der Film ist gut gemacht, aber auch stellenweise etwas sehr dramatisch und irgendwie haben es die Macher geschafft, in einem Kurzfilm über den 2. Weltkrieg auch noch Katzenbabies unterzubringen. Weil Katzenbabies gehen immer. Im angrenzenden Souvenirshop kann man sich so ziemlich alles kaufen, auf dem sich das Wort D-Day aufdrucken lässt. Das ist uns dann doch ein wenig zu viel des Guten und so pedalen wir auf gemütlichen Landstrassen wieder heimwärts.

Arromanches mit den Überresten des Alliertenhafens

Arromanches mit den Überresten des Alliertenhafens

Allgegenwärtiger D-Day

Allgegenwärtiger D-Day

Der nächste Tag startet mit Regen. Die Sonne mag nicht wirklich durch die Wolken durchdringen. Gegen Mittag schaffen wir es dann doch noch, uns in Bewegung zu setzen und fahren mit dem Auto nach Bayeux. Bayeux gehört zu den wenigen normannischen Städten, welche im 2. Weltrkieg nicht dem Erdboden gleich gemacht wurden und verfügt daher noch über einen intakten alten Stadtkern. Im charmanten Städtchen ziehen wir durch die Gassen, kaufen sinnlose Souvenirs, trinken hässlichen Kaffee und mampfen leckere Crepes. Als der Regen wieder einsetzt, sind wir jedoch bereits wieder zurück im gemütlichen Tipi.

Adrian auf der Suche nach dem nächsten Sujet in Bayeux

Adrian auf der Suche nach dem nächsten Sujet in Bayeux

Am Mittwoch wollen wir uns ein wenig näher mit einem der drei Cs der Normandie (Cidre, Calvados, Cidre) beschäftigen. Im Hinterland der Normandie führt die Tour du cidre sternförmig von einem Produzenten (a.k.a. Bauernhof) zum nächsten. Auf 30km kommt man so an 25 Cidreproduzenten vorbei. Wir beschliessen die Route mit dem Fahrrad abzufahren, irgendwie müssen wir ja der allabendlichen Völlerei etwas entgegen wirken. Die Tour verläuft dabei über wenig befahrenen Nebenstrassen mit schöner Aussicht und an kleinen Dörfern, sowie logischerweise tausenden von Apfelbäumen vorbei. Irgendwann zwischen der zweiten und dritten Mosterei, genau dann als Katrin einige hundert Meter vor mir fährt, geht mir wortwörtlich die Luft aus. Anstatt dann an Ort und Stelle den Reifen zu flicken laufe ich Katrin hinterher und wähle dabei bei einem Abzweiger auch gleich noch den falschen Weg. Als ich nach 500 Metern keine Katrin finden kann, versuche ich sie per Mobiltelefon zu kontaktieren. Kein Netz. Ich laufe weiter bis mir endlich der Mobilfunkanbieter einen spärlichen Balken Netzabdeckung anbietet. Sogleich schicke ich Ihr meinen Standort und “han en Platte”. Leider hat auch sie kein Netz. Daraufhin entscheide ich mich dann doch, den Schlauch auszutauschen – haben ja glücklicherweise einen Ersatzschlauch dabei. Nach einer gefühlten Ewigkeit finden wir uns 2km abseits unserer Route an einer einsamen Strassenkreuzung wieder. Sogleich wird eine neue Regel für die Zukunft aufgestellt: Wer einen Platten hat, bleibt an Ort und Stelle!
Aufgrund des Zeitverlusts beschliessen wir die Tour etwas abzukürzen, der Nachmittag war ja nun aufregend genug. In Beuvron en Auge kaufen wir noch den einen oder anderen Cidre ein und machen uns dann auf den Heimweg. Und wie wir so im Stau von Caen stehen fällt uns auf, dass wir schon wieder nur mit einem funktionierenden Scheinwerfer unterwegs sind. Merde!

Aif der Route de Cidre..wieder vereint

Aif der Route de Cidre..wieder vereint

Google Maps sucht uns eine Toyota Garage auf dem Weg zu den Felsen von Étretat heraus, unserem nächsten Tagesprogramm. Wir schaffen es gerade noch vor der heiligen Siesta und die Franzosen geben sich äusserst viel Mühe, ihre schottischen Kollegen noch ein wenig zu übertreffen. Keine Minute müssen wir warten bis sich jemand um unser Problem kümmert und eine Viertelstunde später sind wir bereits wieder unterwegs. Mit all den neu glernten Ausdrücken könnte ich glatt ein eigenes Kapitel im Schulbuch verfassen – Adrian chez le garagiste.
Über die riesige Pont de Normandie, welche uns alleine über 10 € Maut kostet, gelangen wir nach Étretat. Der Ort ist bekannt für seine weissen Kreidefelsen und so spatzieren wir dem Küstenweg entlang und wundern uns wieder einmal über die unerschrockenen Touristen, welche auf jedem verfügbaren Vorsprung herum turnen.

Die Felsen von Étretat

Die Felsen von Étretat

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Auf dem Heimweg kommen wir noch an Honfleur vorbei, ein äusserst schönes Städtchen welches nur leider aus allen Nähten platzt. Wir belassen es bei einer kurzen Besichtigung und kämpfen uns dann durchs Verkehrschaos wieder Richtung Creully.
Am letzten Tag in der Normandie besuchen wir das alljährliche Käsefestival in Livarot. Das Festival besteht aus vielen kleinen Ständen, an denen sich hauptsächlich alles um Käse, Fleisch und Wein dreht. Kaum bleibt man länger als 2 Sekunden stehen, wird man so gleich dazu eingeladen etwas zu probieren. Wir kaufen Käse (der fortan dafür sorgt, dass man zum Öffnen unserer Kühlbox eine Gasmaske benötigt), natürlich Cidre und klemmen uns noch ein Baguette unter den Arm. Somit fallen wir schon fast nicht mehr als Touristen auf, den das einzige Vorurteil welches wir über die Franzosen bis anhin bestätigen können ist, dass sie praktisch in jeder Lebenslange, immmer und überall, mit mindestens zwei Baguettes unter dem Arm unterwegs sind.

Ein letzter Sonnenuntergang in der Normandie

Ein letzter Sonnenuntergang in der Normandie

Auf den Klippen bei Arromanches

Auf den Klippen bei Arromanches

Nach einer Woche Normandie ist es Zeit zu packen. Unser nächstes Ziel ist die Bretagne. Auf dem Weg dahin kommen wir am Tourihighlight schlechthin vorbei, dem Mont St. Michel. Über 3.5 Millionen Besucher im Jahr machen den Klosterberg zur meist besuchten Sehenswürdigkeit der ganzen Region. Da sich bereits ein Dorf vor dem offiziellen Parkplatz die Autos stapeln und man von Weitem ein Bus nach dem anderen über die Brücke fahren sieht, beschränken wir uns auf die Aussenansicht…auch schön.

Mont St. Michel

Mont St. Michel

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