Bike and Hike Loch Katrine, Trossachs

Der erste schottische Tag meint es wettertechnisch weiterhin gut mit uns. Das muss natürlich ausgenutzt werden und wir fahren mit dem Auto über den schönen Duke’s Pass an den Loch Katrine. Diesen kann man mit dem Bike umrunden, bzw halb umrunden und dann mit dem Schiff zurück fahren. Wir entscheiden uns für die zweite Variante. Das Strässchen entlang dem See ist wunderschön, mehr oder weniger autofrei und bietet immer wieder schöne Ausblicke auf den See und die Berge dahinter. Nach gut 1 1/2 Stunden erreichen wir die Schiffstation und fahren danach mit einer fidelen, schottischen AHV Gruppe auf der kleinen “Lady of the Lake” zurück zum Ausgangspunkt. Nachdem alle Rentner inkl. Rollatoren ausgeladen sind, dürfen auch wir endlich das Boot verlassen.

Entlang des Loch Katrine

Entlang des Loch Katrine

Da wir nun schon in der Gegen sind, beschliessen wir noch einen kleinen Berg namens Ben A’an zu besteigen. Der Weg ist steil aber kurz, nach ca 1 Stunde stehen wir oben und geniessen einmal mehr die Abend Sonne und die Aussicht.

Ben A'an

Ben A’an

Nachdem unsere Camping Küche aufgrund mangelnder Einkaufsmöglichkeiten etwas Anfangsschwierigkeiten hatte, gibt es zum Abschluss des schönen Tages Lemon Fish mit Spinat Risotto.

Unser momentaner Camping Platz ist übrigens der Inbegriff von Ruhe und Erholung. Wäre da nicht ein ortsansässiger Fasan, der gerne um 04:00 Uhr Nachts lautstark durch sein Revier patroulliert. Heute kamen zu dem noch ein paar Krähen dazu, die tatsächlich versuchten mitten in der Nacht in unsere Zarges Boxen ein zu brechen.

 

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Lake District

Nach dem kühlen ersten Abend wird es am nächsten Tag bereits im um 08:00 Uhr sehr warm im Zelt. Die Sonne strahlt von einem strahlend blauen Himmel. So beschliessen wir unseren ersten britischen Peak in Angriff zu nehmen. Wir entscheiden uns für den Helvellyn, welcher von drei Seiten her in Angriff genommen werden kann. Wir entscheiden uns für den einfachsten Aufstieg von der Thirlmere Seite her. Nach gut 2h Stunden sind wir auf dem Gipfel, wo die drei Aufstiegsvarianten aufeinander treffen. Der Helvellyn scheint in etwa der Säntis des Lake Districts zu sein. Der Gipfel ist gut besucht und auf dem Striding Edge, der schwierigsten Aufstiegsroute via einem schönen Grat, stauen sich die Wanderer. Wir folgen weiter der Hügelkette und steigen dann zum Wythburn Pass ab. Der Rückweg dem See entlang zieht sich dann recht in die Länge und so eiern wir erst gegen 17:00 Uhr zurück zum Parkplatz.

Blick vom Helvellyn

Blick vom Helvellyn

Der lange Weg zurück

Der lange Weg zurück

Am nächsten Tag weckt uns bereits wieder um 08:00 Uhr die Hitze im Zelt. Nach einem gemütlichen Frühstück satteln wir die Bikes und unternehmen eine schöne Tour direkt vom Camping Platz aus. Etwa in der Hälfte beschliessen wir, zurück zu fahren und den Rest der Tour am Abend fertig zu fahren. So kommt es, das wir gegen 20:00 Uhr nochmals den Aufstieg hinauf keuchen und vom Arhtur’s Pike die wunderbare Abend Stimmung geniessen. Hier lernen wir dann auch zum ersten Mal den Alptraum aller Schottland Reisenden kennen (auch wenn wir gar noch nicht in Schottland sind): Midges! Die kleinen Plagegeister sind etwa halb so gross wie eine Fruchtfliege, treten jedoch gerne in Horden auf und stechen einem von Kopf bis Fuss. Schnell nehmen wir den Rückweg in Angriff, ein spassiger und einfacher Trail zurück zum Ullswater und unserem Camping Platz. Dort empfängt uns anstatt des allabendlichen BBQ Nebels und Krematorium Geruchs für einmal: Stille! Denn kaum ist es Sonntag geworden, sind sämtliche Briten abgereist und wir stehen plötzlich fast alleine auf der grossen Wiese. Herrlich!

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Am nächsten Tag ist es immer noch heiss und sonnig. Beim Zusammenpacken an der prallen Sonne schwitzen wir genug, um vor der Abfahrt noch einen kurzen Schwumm im Ullswater zu wagen. Danach geht’s erfrischt zum Einkaufen nach Penrith und kurze Zeit später passieren wir bereits die Grenze nach Schottland. Unser erstes schottisches Basecamp schlagen wir in der nähe von Aberfoyle in den Trossachs auf.

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Es geht wieder los!

Nach einigen Tagen WLAN, Empfang und Strommangel, folgt hier nun endlich der erste Teil unserer Reise:
Unser Material für die nächsten vier Monate haben wir ausgiebig getestet und uns wieder damit vertraut gemacht. Für diese Reise sind auch noch einige Kleinigkeiten verbessert worden oder neu dazugekommen. Insbesondere sind wir auf das Upgrade von den UTZ Rako-Kisten auf die robusteren Zarges K470-Kisten gespannt. Sie machen es uns hoffentlich etwas einfacher, den Landcruiser zu beladen.
Noch bis vor kurzem schien die Reise in weiter ferne und dann ist’s plötzlich soweit. Nach einem ausgelassenen Wochenende startet die Reise am Montag Morgen nach dem Berufsverkehr in Richtung Cadzand, NL – unsere erste Anlaufstelle bevor wir dann am Donnerstag die Fähre nach Nord-England nehmen wollen. Den holländischen Ferien-Ort haben wir uns ausgewählt, da Katrin’s Eltern die Ferien an der Nordsee verbringen.Obschon wir eine Stunde später abgefahren sind, schaffen es ihre Eltern zwei Stunden später als wir anzukommen. Wir haben uns wohl einfach etwas flinker zwischen den schlechtesten Autofahrern der Welt – den Belgiern – durchgeschlängelt. An den verbleibenden zwei Tagen unternehmen wir eine Erkundungstour mit dem Velo in die umliegenden Dörfer und einen Städtetripp in die UNESCO-Stadt Brügge.

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Brügge

Brügge ist zwar eine sehr schöne Stadt, jedoch total von Touristen überlaufen (und ja da gehören wir auch dazu). So stehen wir etwas verloren in Mitten der Cruise Ship Gruppen und sind dann auch froh, als wir wieder aus der Stadt herausgefunden haben. Ansonsten geht die Zeit auch wunderbar in den diversen Strandlokalen vorbei. Das Wetter zeigt sich jedenfalls von seiner besten Seite.

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Cadzand

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Cadzand Sundowner

Damit wir uns nicht zu fest daran gewöhnen bis um 22:00 Uhr in kurzen Hosen draussen zu sitzen, ist am Donnerstag dann unser Transfer-Tag nach Great Britain. Wir packen unsere Sachen noch knapp bevor der Campingplatz am Fonleichnahm von den Deutschen überrant wird. Kaum haben wir die letzte Kiste im Auto verstaut, stehen auch schon unsere Nachfolger ungeduldig auf dem Platz.
Wir geniessen noch einige Augenblicke an der Nordsee und fahren nach Heist (BE). In den Häusertürmen fühlen wir uns nicht wirklich wohl und so gelangen kurz darauf nach Zeebrügge zum Fährenterminal. Dort heisst es dann vorerst warten..warten und warten. Erst kurz vor Abfahrt um 19:00 Uhr werden die Autos dann schliesslich auf die Fähre gelassen. Und so fahren wir etwas verspätet mit der “Pride of York” (welche sicher auch schon stolzere Tage erlebt hat) aus dem Hafen Richtung Great Britain. 12 Stunden später rollen wir in Hull bei typisch englischem Wetter vom Schiff und fahren sogleich Richtung Lake District, unserem ersten Ziel in Grossbritannien. Auf dem Weg dorthin bereitet das Finden einer Raststätte bzw einer Toilette mehr Schwierigkeiten als der Linksverkehr.
Nun sind wir hier in Pooley Bridge am Ullswater See. Der Zeltplatz ist ganz idyllisch am See gelegen, jedoch haben wir nicht damit gerechnet, dass die Briten offenbar eine ausgeprägte Campernation sind. So herrscht hier in etwa gleich viel Trubel wie an einem durchschnittlichen Schweizer Festivalwochenende. Dabei ist natürlich, ganz dem Klischee entsprechend, ab 15 Grad kurze Hose und bauchfrei angesagt, während wir zum ersten Mal unseren Ofen in Betrieb nehmen.
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Preda – Crap Alv

Den Familienschlittelausflug nach Bergün nutzen wir noch für eine schöne Schneeschuhtour, welche ebenfalls in Preda startet. Am Vortag war das Schlitteln schon eher Wasserskifahren und stellte harte Testbedingungen an die Goretexkleidung. Am Sonntag hat sich der Regen jedoch in Schnee verwandelt und es herrschten ideale Schneeschuhbedingungen.

Beim Start der Schlittelbahn bzw dem Hotel Preda Kulm folgen wir dem ausgeschilderten Globaltrail welcher zuerst der Passstrasse Richtung Albula entlang führt. Bei Preda Dadains zweigt man dann von der Strasse auf den Sommerwanderweg ab, welcher stetig bergauf bis nach Palpuogna führt. Hier kehrt die ausgeschilderte Tour bereits um zurück nach Preda, was sehr schade ist, denn der schönste Teil liegt noch vor uns. Wir verlassen daher den Globatrail und folgen nun wieder der Passstrasse bis nach Crap Alv, wo wir ein wenig die unverhofften Sonnenstrahlen geniessen.

Auf der Passstrasse nach Crap Alv

Auf der Passstrasse nach Crap Alv

In Crap Alv wechseln wir dann die Albulaseite und folgen dem Wanderweg zurück zum Lai da Palpuegna. Nachdem wir uns durch unerwartet tiefen Schnee gekämpft haben, folgt ein Trail durch den verschneiten Wald und entlang dem  halb zugefrorenen See. Wunderschön und wie gemacht für die Schneeschuhe.

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Auf der anderen Flussseite durch den Wald…

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Und wieder zurück zum Lai da Palpuegna

Am Ende des Sees halten wir uns weiterhin auf dem Wanderweg auf der linken Seite der Albula, auch dieser ist für Schneeschuhläufer ein Traum. Bei der zweiten Brücke wechseln wir dann die Albulaseite und gelangen nach 3 1/2 Stunden zurück nach Preda.

 

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Ab in den warmen Süden der Insel

Irgendwie gefällt uns Porto nicht so ganz. Die Wolken hängen schon Tief und für die nächsten Tage ist Regen an der gesamten Westküste angesagt. Wir beschliessen, uns nach regenfreien Regionen um zu sehen und steuern wieder die Ostküste an. Eine wunderschöne Fahrt durch das Hinterland von Porto durch Pinienwälder, über den Col de Vergio, am Monte Cinto vorbei, führt uns der Weg nach Corte. Corte ist die grösste Stadt im Zentrum der Insel. Nach einem Espresso und ausgiebigem Einkauf im kleinen aber erstaunlich gut sortierten Outdoor Laden fahren wir weiter der Küste entgegen.

Blick zurück auf die Bergwelt Koriskas

Blick zurück auf die Bergwelt Koriskas

Zügig gelangen wir bis nach Solenzara, zum Camping U Rosamarinu. Wir erwischen einen Zeltplatz nahe am Fluss, beste Lage. Müde vom Fahren sinken wir ins Bett.

Nachtaufnahme des Zelts

Nachtaufnahme des Zelts

Mit dem neuen Tag möchten wir uns wieder an den Fels wagen, um zu Klettern. Die Wolken verheissen jedoch nichts gutes, von Zeit zu Zeit fällt leichter Regen. Wir versuchen es dennoch etwas weiter Oben in Richtung Col de Bavella. Kaum am Klettergarten angekommen, fängt es richtig an zu Regnen – die Regenwand haben wir ja auch kommen sehen. Da auch nach 15 Minuten keine Besserung in Sicht ist, kehren wir zurück zum Zelt und machen uns einen gemütlichen Tag, Zwischendurch liegt auch ein Sprung in den nahe liegenden Fluss drin.

Ausgeschlafen versuchen wir es erneut mit dem Klettergarten, da bereits am Morgen Früh keine Wolke am Himmel auszumachen ist. Wir klettern einige schöne Routen und sind den ganzen Tag alleine mitten im Pinienwald mit bester Aussicht auf die Bavella Region. Aus der Ferne lässt sich der Touristenverkehr am Bavellapass erahnen. Nachmittags ist Baden angesagt, alsbald dann auch die Nachtruhe einkehrt.

Von Nachtruhe lässt sich nicht sprechen, wenn der Abfall des Campingnachbarn in der Nacht von Marder und Wildschwein durchsucht wird. Gegen 6.00 Uhr ist Tagwache, wir möchten den Turm 3 der Aiguilles de Bavella erwandern.

Nachdem wir den Sonnenaufgang festgehalten haben, wandern wir gegen 7.30 Uhr los.

Sonnenaufgang auf dem Col de Bavella

Sonnenaufgang auf dem Col de Bavella

Der erste Teil der Wanderung ist ein recht spannend angelegter Weg mit tollen Aussichten. Mit einer kurzen Kraxelpassage wird Turm 3 erklommen und die Sicht genossen.

Blick auf Turm III (mitte Rechts)

Blick auf Turm III (mitte Rechts)

Der zweite Teil der Wanderung kann dann leider nicht mehr ganz mit dem ersten Teil mithalten und wir benötigen fast 3h um wieder zu unserem Ausgangspunkt zu gelangen. Danach ist Baden, Abendessen und Schlafen in genau dieser Reihenfolge angesagt – damit ist dann der Tag auch schon um.

Heute gehen wir es gemütlich an, erst Baden, dann Klettern. Geklettert wird im inzwischen gut bekannten Klettergarten. Gleich machten wir weiter, wo wir als Letztes aufgehört haben. Kurz aber heftig klettern wir 5b, 5c und nochmals 5c, für weiteres fehlte die Ausdauer. Schauen wir was der nächste Tag uns bringt.

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Ab nach Korsika

Gegen Mittag machen wir uns am Sonntag 11.09 in Richtung Gotthard auf, mit dem Ziel, die 22.00-Uhr-Fähre nach Bastia (Korsika) zu erwischen. Der Zwischenhalt in Cannobio gehört inzwischen schon zum festen Bestandteil der Fahrt Zürich – Genua, um Kraft für die Weiterfahrt zu tanken. Kaum in Genua angekommen, ist auch schon der Check-In, die Fähre offen, die pünktlich um 22.00 vom Porto Genova ablegt. Im Schneckentempo gehts mit einer ziemlich leeren Fähre auf Korsika zu. Nächtliche 10 Meter Wellen wie bei der letzten Überfahrt nach Sardinien bleiben uns dieses Mal zum Glück erspart und gut erholt schiffen wir im Hafen von Bastia ein.

Immer wieder verblüffend, wie sich die Leute nicht merken, auf welchem Deck und in welchem Bereich ihr Auto parkiert ist. Dies führt dann jeweils zu verwirrt umher laufenden Gruppen auf Deck. Zielsicher steuerten wir an den richtigen Ort und waren auch schon bald aus der Fähre draussen.

Wir haben uns entschieden, die Insel im Gegenuhrzeigersinn zu umrunden und bewegen uns nach Marine de Pietracorba auf den Camping La Pietra auf dem Cap Corse. In Marine de Sisco versorgten wir uns mit Essbarem und genossen dann den restlichen Tag am Strand.

Dienstag ist Klettertag. So entscheiden wir uns für den nahegelegenen Klettergarten „A Torra di Senca“. Insbesondere geht es erst einmal darum, die Muskulatur und Hornhaut für zum Klettern wieder aufzubauen. Mit Ach und Krach steigern wir uns bis zu einer 5c und sind dann auch schon sehr zufrieden. Zum Abschluss wandern wir auf den nahegelegenen Torre di Senca. Von daher haben wir eine wunderbare aussicht über ganz Cap Corse.

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Aussicht auf Cap Corse

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Ausblick auf Torra di Senca

Zurück nach Marine de Pietracorba fahren wir über die schöne Hafenstadt Centuri und durch gefühlte tausende von Kurven.

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Am nächsten Morgen packten wir all unsere Sachen und machten uns auf den Weg. Via Sisco über einen unbenannten Pass zum Badezwischenhalt am schwarzen Strand in Nonza.

Auf dem unbekannten Pass

Auf dem unbekannten Pass

Gleich noch einen Abstecher im Restaurant La Sassa und weiter bis zum Camping de’l Ostriconi an der Westküste. Da bauten wir unser Zelt auf für die nächsten Tage.

Ohne Frühstück fahren wir nach Isula Rossa um uns dort den Crepes zu widmen. Nachdem wir die ganze Stadt abgelaufen haben, verköstigten wir uns nach französischer Art. Gestärkt von der Mahlzeit fahren wir mit dem Auto zum Klettergarten „I Curriali“und klettern Route um Route im schönen Granit. Langsam klappts wieder gut mit der Kletterei.

Am Klettern im Fels

Am Klettern im Fels

Ausblick auf Isula Rossa

Ausblick auf Isula Rossa

Am Freitag (16.09) zieht es uns weiter nach Süden. Wir reisen der Küste entlang nach Calvi und sehen uns die Stadt an. Viel Tourismus macht sich in den engen Gassen der Kleinstadt breit – ich komme nicht ums Staunen herum. Wir beschliessen die weiterfahrt bis nach Porto und folgen der Strasse, die an der Steilküste angeklebt ist. Wir entscheiden uns für den Zeltplatz weiter hinten im Tal, geniessen jedoch den schönen Sonnenuntergang am Strand und lassen uns anschliessend bekochen.

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