Auf zu den Inuit

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Vorgeplänkel

Wie schon so oft, gehen wir nicht einfach in die Ferien, sondern machen gleich ein Projekt daraus. Dieses Mal werden wir nach Grönland reisen, den Arctic Circle Trail laufen und Eisberge sehen. Der Arctic Circle Trail ist so ein Projekt, welches schon Jahre in unserem Köpfen herum geistert. Nun soll es endlich Tatsache werden. Bereits schon Monate zuvor starten die ersten Überlegungen zu unserem Vorhaben. Mit wenigen Klicks sind die Flüge und die Schiffs-Reise schnell gebucht, die Vorbereitung der Wanderung auf dem Arctic Circle Trail braucht da schon etwas mehr Zeit. Als wir feinsäuberlich die Packliste zusammenstellen, fehlen uns noch zwei wesentliche Elemente. Ein feinmaschiges Mückennetz und ein dazu gehöriger Fischerhut der jede und jeden dämlich aussehen lässt.

Als Erkentniss aus der letzten grossen Mehrtageswanderung auf dem Kungsleden möchten wir auf dieser Tour auf Energiestängel und Astronautennahrung verzichten, dafür unser Essen selber trocknen und vakuumieren. Dank Viseca Bonusprogramm tauschen wir 27’900 Surprize-Punkte ein und sind bereits wenige Tage später stolze Besitzer eines Dörrautomaten. In den letzten Tagen vor Abreise trocknen wir dann alles mögliche: Zuchetti, Rüebli, Hackfleisch, Tomatensauce, Aprikosen, Äpfel, Erdbeeren und unser eigenes Zwetschgenleder. Eine schweisstreibende Angelegenheit. Bei 35 Grad Aussentemperatur noch 10 Stunden lang den Dörrautomaten laufen zu lassen, verwandelt unsere Wohnung all abendlich in eine finnische Sauna.

Gepäck

Gepäck

Schlussendlich stellen wir uns 12 x Frühstück (z.B. Haferflocken mit getrockneten Erdbeeren und Milchpulver à 200g), 12 x Studentenfutter und 11 x Abendessen zusammen und kommen so auf etwa 5kg Essen. Beide Rucksäcke sind voll bis obenhin und wiegen jeweils etwa 16 Kilogramm. Zwei oder drei T-Shirts? Vier oder fünf Paar Socken? Egal, wird schon gut sein, auf einige Gramm zusätzlich kommt’s nun auch nicht mehr drauf an.

 

Anreise

Der Flug LX1272 führt uns von Zürich nach Kopenhagen, wo wir im Nordic Quality Airport Hotel Dan am Flughafen übernachten. Am Tag darauf hebt die 20 Jährigen Airbus A340-313 mit etwa 260 Pasagieren und wenig Verspätung um 09:39 in richtung Kangerlussuaq ab. Aus unerfindlichen Gründen handelt es sich um ein maltesisches Flugzeug ganz in weissem Inkognito Look und nicht um den schön roten Airbus der Greenland Air. Die maltesische Crew serviert uns undefinierbares Essen inkl. gluten, laktose und nussfreiem “Kuchen” mit Rumgeschmack. Urgh..

 

Ankunft SFJ

Das 500 Seelen Dorf Kangerlussuaq ist schnell überschaubar. Es besteht praktisch nur aus dem Flughafen, einigen Häusern und einem Supermarkt. Dieser ist zwar schnell gefunden, wir besuchen ihn jedoch gleich drei Mal innerhalb von 10 Minuten, da wir es nicht schaffen, Reinbenzin, Feuerzeug und Wasser in einem Durchgang zu kaufen.

Kangerlussuaq Airport

Kangerlussuaq Airport

Nach dem Einkauf gönnen wir uns noch ein dänischen Hot Dog (Pølse) und lassen uns von der Standbetreiberin das letzte Update zum Wetterverlauf der letzten Tage geben. Es sei ein aussergewöhnlich kalter Sommer gewesen, bis jetzt.

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