Bike Weekend in Davos

Nachdem nun endlich das Fully Upgrade erfolgreich war, wollten wir unsere neuen Sportgeräte natürlich auch in der freien Wildbahn testen. Also auf nach Davos!

Tour 1 – Alps Epic Trail
Unsere Erwartungen an diese Tour sind immens, wird sie doch im Internet in den höchsten Tönen gelobt:

Kein anderer Trail in der Schweiz wurde bisher als IMBA Epic Trail “geadelt”. Der “Alps Epic Trail Davos” gehört dementsprechend dem Kreis der besten Mountainbike-Trails der Welt an.

Also gondeln wir voller Erwartungen aufs Jakobshorn. Es folgt sogleich der erste Trail Richtung Sertig Dörfli, welcher uns wirklich schon ein breites Grinsen aufs Gesicht zaubert. Selbst für mich zu 95% fahrbar, nie ausgesetzt und einfach nur schön.

Witiberg

Singletrail Jakobshorn nach Sertig

Nach diesen ersten wunderbaren KM rollen wir in Sertig Dörfli ein. So kann es gerne weiter gehen! Tut es aber leider nicht..der Weiterweg Richtung Rhinerhorn ist zwar auch ein schöner Trail, nur leider müssen wir ihn bergauf befahren. Dazu ist eine gute Fahrtechnik nötig. Der Weg ist zudem auch an diesem Wochentag relativ stark frequentiert. Viele Wanderer und Biker sind auf dem schmalen Weg unterwegs. Nach einer intensiven Überprüfung der Funktionalität des Elektrozaunes neben dem Weg, verlege ich mich dann aufs Schieben. Der Trail setzt sich dann recht lange in diesem Stil fort und es ist recht schwer einen Rythmus zu finden. Dies könnte aber auch an unserer mangelden Fahrtechnik bzw. Kondition liegen. Der Weg windet sich dann sehr ausgesetzt durchs Chüetobel. Der Pfad ist schmal und rechts geht es nicht unwesentlich steil in die Tiefe. Fahrtechnisch zwar nicht schwierig, aber eine kleine Unachtsamkeit könnte hier recht fatal sein. So sind wir froh, als wir bei Jenisberg auf den Trail Richtung Station Wiesen einbiegen. Dieser lässt den verloren geglaubten Fahrspass wieder etwas aufleben. Wir beenden die Tour dann in Davos Wiesen, da der Weiterweg aufgrund eines Erdrutsches gesperrt ist. Die räthische Bahn bringt uns zurück Nach Davos Platz.

Fazit: Der beste Teil der Tour ist sicherlich der Trail vom Jakobshorn nach Sertig. Leider ist dieses Highlight bereits ganz am Anfang und der weitere Tourverlauf macht wahrscheinlich nur noch versierten Bikern Spass.

Tour 2 – Pischa 645
Praktischerweise startet die Tour gleich neben unserem Hotel. Auf schönen Wanderwegen schlängelt man sich Richtung Flüela. Bald wird der breite Wanderweg zu einem Trail, der wirklich schön angelegt ist, aber leider müssen wir ihn wieder bergauf befahren. Die Beine sind brutal müde vom Vortag und für mich ist die Strecke bis Tschuggen ein echter Kampf. Wie schön wäre es doch nur, diesen Trail bergab zu befahren..

Aussicht über's Flüelatal

Aussicht über’s Flüelatal

Ab Tschuggen geht es dann auf einem sehr steilen Wanderweg hoch zur Pischa Bergstation. Hier ist für mich wieder Schieben angesagt.

Tragetechik den Bikebergsteigern abgeschaut

Mit starker Kondition und Beinkraft ist auch einiges fahrbar, wie Adrian beweist. Schieben ist aber auch nicht ohne  und so kommen wir ziemlich platt bei der Bergstation an. Aber nach einer Portion Bündnerfleisch und Salznüssli sind wir bereit, den Downhill Part in Angriff zu nehmen. Dieser führ zuerst wunderschön angelegt auf dem Pischagrat entlang und zweigt dann kurz vor Hüreli rechts nach Drusatscha ab.

In Richtung Hüreli

In Richtung Hüreli

Down the hill

Down the hill

Der Singletrail ist fordernd und ich empfinde ihn schwieriger als die Abfahrt vom Jakobshorn nach Sertig. Dies liegt vor allem auch am Gelände und der Steilheit. Zeitweise ist der Trail recht ausgesetzt. Ungeahnte Gefahren stellen sich uns dann beim Ausrollen nach Drusatscha entgegen. Es wäre eigentlich ein gemütlicher flowiger Weg, doch der Weidezaun ist so gefährlich nache am Trail aufgestellt, dass wir beide mit dem Lenker hängen bleiben. Zum Glück bleiben die Stürze ohne Verletzungsfolge. So rollen wir unversehrt beim goldenen Ei vorbei Richtung Golfplatz.

Fazit: Eine schöne, aber fordernde Tour. Wer es nicht in den Beinen hat, muss sich auf ca 1h Schieben gefasst machen.

Tour 3 – Jakobshorn – Sertig – Davos
Am Sonntag wollen wir das Wochenende gemütlich ausrollen lassen. Da die Beine von den zwei abgespulten Touren ordentlich müde sind, soll es heute mehrheitlich nur bergab gehen. Da uns der Trail vom Jakobshorn nach Sertig so gut gefallen hat, beschliessen wir diesen noch einmal zu befahren. Da es ein Sonntag mit Prachstwetter ist, stehen wir früh auf um die erste Gondel zu erwischen. Ganze 15 Bikes transportiert diese um 08:30 bis zum Gipfel. Vom Bikesenior bis zur Fullface Fratkion ist so ziemlich alles vertreten. Trotzdem verteilt sich das ganze gut und wir haben den Trail fast immer für uns alleine, erst kurz vor Sertig treffen wir auf die ersten Wanderer. So geniessen wir noch einmal diese super Abfahrt und sind viel zu schnell wieder unten. Ab Sertig folgen wir diesmal dem Wanderweg Richtung Davos. In stetigem Auf und Ab, fahrtechnisch einfach aber auch sehr schön, windet sich dieser bis Boden. Über Forststrassen und kurze Teerpassagen pedalieren wir zurück zum Golfplatz und sind kurz vor 11 bereits wieder zurück.

Fazit: Sensationell! Eignet sich hervorragend für eine frühe Morgentour, wenn erst wenige Wanderer unterwegs sind.

Sertig Dörfli im Sommerkleid

Sertig Dörfli im Sommerkleid

 

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