Federispitz

Dem Federispitz wollen wir an diesem Sonntag per Bike & Hike zu Leibe rücken. Die ersten 800 Höhenmeter bzw 6km ab Schänis verläuft der Wanderweg mehr oder weniger auf einer Teerstrasse. Zu Fuss nicht gerade ein Genuss, mit dem Bike ist es jedoch ganz ok. Nach ca 1 1/2 Stunden erreichen wir Schwante und deponieren unsere Bikes auf dem kleinen Kiesplatz bei P. 1182. Von dort gehts dann zu Fuss weiter via Obernätenalp. Dieser Weg hat allerdings das Prädikat Schweizer Wanderweg nicht wirklich verdient. Zu 80% geht es einfach praktisch senkrecht eine steile, zertrampelte Kuhweide hoch. Erst auf dem Federigrat trifft man dann auf einen richtigen Weg, der ist allerdings zeitweise sehr schmal und ausgesetzt. Ab hier stecken wir dann auch in den Wolken und uns schwant schon, dass das mit dem Gipfelpanorama heute wohl nichts wird.

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Federigrat in den Wolken

Durch den Nebel und die steilen Grasflanken kommt schon fast ein leichtes Färöer Feeling auf. Fehlen nur noch die Schafe. Kurz vor dem Gipfel kommen uns zwei Bekloppte entgegen, die tatsächlich ihr Bike hier hoch geschleppt haben und über den Grat abfahren wollen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese Route mit dem Bike Spass macht und so sind wir ganz froh, dass wir auf diesem Teil der Route zu Fuss unterwegs.

 

Da es wie befürchtet kein Panorama zu bestauen gibt nehmen wir alsbald den Abstieg via Plättlispitz in Angriff.

Steil geht's zurück nach unten

Steil geht’s zurück nach unten

Auch hier geht es erstmal in bester Fussbrechermanier über eine matschige, zertrampelte Kuhwiese.

Kuh und Wiese - auch Sie findet den Ausblick eher öde

Kuh und Wiese – auch Sie findet den Ausblick öde

Wenn ein Weg vorhanden ist, dann ist dieser so schmal und zugewachsen, dass man ab und zu völlig blind in irgend ein Loch tritt.

Herunterstraucheln

Herunterstraucheln

Süschée

Süschée 1

Süschée 2

Süschée 2

Immerhin sind die Wolken so gnädig und geben bald den schönen Blick auf den Walensee frei, während wir uns Knöcheltief durch Kuhscheisse wühlen. Bei der Unternätenalp zweigen wir nach rechts ab und bald hat man via sehr abenteuerlicher Wegkonstruktion wieder den Bikeparkplatz erreicht. Der Rest bis nach Schänis ist dann nur noch Formsache. Quasi ohne eine Pedalumdrehung rollen wir nach nach knapp 20 Minuten im Dorf ein.

Fazit: Von Schänis aus ist dies quasi der Prototyp aller Bike & Hike Touren. Nur zu Fuss würde ich diese Tour so nicht machen wollen. Uns persönlich hat die Wanderung aufgrund der Wegbeschaffenheit nicht so zu gesagt. Vielleicht wäre der Eindruck anders gewesen, hätten wir auf dem Grat und dem Gipfel keinen Nebel gehabt. So blieb uns wahrscheinlich der spektakuläre Teil der Wanderung etwas versagt.

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