Gonzen

Gefühlte 1000 mal sind wir am Gonzen schon vorbeigefahren und ebenso viele male sagten wir uns: Jetzt müssen wir da endlich mal rauf. Da die Wandersaison 2015 einfach nicht Enden will, schien uns der Gonzen das perfekte Ziel für diesen warmen Dezember Sonntag. Das Webcam Studium zeigte, dass der Teil bis und mit Leitern komplett Schneefrei ist, auf der Nordseite rechneten wir dann mit wenig Schnee, was aber aufgrund des Geländes nicht so problematisch sein sollte.

So fuhren wir mit dem Auto bis Lauiwald (P731) wo es wenige Parkmöglichkeiten gibt. Dann geht es die ersten 400 Höhenmeter auf einer breiten Forstrasse hoch. Wie es Forststrassen so an sich haben, ist dieser endlose Zick Zack nicht gerade eine Wanderwegperle. Dann erreicht man den Einstieg zum eigentlichen blau weissen Wanderweg. Nach einer kurzen, etwas ausgesetzten aber gut gesicherten Passage, erreicht man die Leitern. Danach sind die Schwierigkeiten und damit die Wanderwegfreuden auch schon mehr oder weniger vorbei.

Ausgesetzte Passage vor den Leitern

Ausgesetzte Passage vor den Leitern

Bei der Querung nach den Leitern ist momentan aufgrund des rutschigen Laubes noch etwas Vorsicht geboten, aber alles in allem kein Problem. Wie vermutet, gibt’s ab dem Älpli den ersten Schneekontakt. Die Gruppe vor uns entscheidet sich für den Direktaufstieg über die steile Wiese. Wir haben irgendwie keine Lust auf gerade hoch und entscheiden uns für die offizielle Wegführung via Oberhaus. Die Querung bis dorthin ist zum Teil schneebedeckt aber vor allem sehr matschig. Durch die angelegten Holzstege aber gut zu meistern.

Nun wird die Schneeauflage langsam tiefer, aber bis zur Hütte bei P 1668 kann man die weisse Pracht bei geschickter Routenlegung mehr oder weniger umgehen. Unsere Routenwahl war leider nicht so geschickt, weswegen wir uns dann irgendwie den hartgefrorenen Steilhang hochkämpfen müssen. Beim Gipfelaufschwung ist es dann definitiv fertig mit “Schnee umgehen”. Zum Glück hat der Gonzen seit dem letzten Schneefall schon regen Besuch erhalten, so dass wir uns mit Hilfe einer schon relativ gut ausgetretenen Spur auf den Gipfel wühlen. Oben geniessen wir den atemberaubenden Tiefblick aufs Rheintal und das wunderbare Wetter.

Tief...

Tief…

und Weitblicke

und Weitblicke

Jedoch weht ein kühler Wind, der uns dann doch daran erinnert, dass es ja schon Dezember ist. So nehmen wir den Abstieg bald wieder in Angriff. Im Aufstieg noch umgangen, wird der Schnee nun gerne als Abstiegshilfe genutzt. Wir nehmen den Abstieg via Lanaberg und Rheintaler Höhenweg unter die Sohlen. Der Höhenweg ist allerdings die Fortsetzung der langweiligen Forststrasse und so sind wir froh, als wir unser Auto durch die Bäume hindurch erspähen.

Fazit:
Perfekte Wanderung für Spätherbst oder Frühwintertage. Auf dem etwas exponierten blau weissen Weg liegt noch kein Schnee und der eher langweilige Aufstieg ab Oberhaus erhält durch denn ersten Schnee der Saison etwas Würze.

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