Jeeptrack nach Lokinhamrar & Kaldbakur

Gestern stand uns ein kleines Abenteuer bevor. Wir wollten den Jeeptrack von Þingeyri über Lokinhamrar befahren, der die ganze Halbinsel umrundet. Im Internet gibt es so allerlei zu dieser Strecke zu lesen..von “phu da sind wir umgekehrt weil die Strasse so eng und der Abgrund so tief war”, “du musst aufpassen, dass die die Hinterachse nicht ins Meer rutscht” bis “alles halb so wild”. Daher haben wir uns erst einmal bei der Dame in der Touriinfo schlau gemacht. Diese versicherte uns, mit unserem Auto sei das gar kein Problem, sie selbst sei die Strecke gerade erst vor ein paar Tagen gefahren. Ausgerüstet mit einem Tidal Prediction Chart für den nächsten Tag, waren wir etwas beruhigt.
Da wir die Tour gerade noch mit einer Besteigung des Kaldbakur, mit 998m der höchste Berg in den Westfjorden, kombinieren wollten, klingelte der Wecker zur Abwechslung einmal bereits um 7:00 Uhr.

Es dauert nicht lange, bis man zu ersten im Internet erwähnten Schlüsselstelle kommt. Oben der überhängende Fels, neben dem Auto der Abgrund.  Aber mal ehrlich, so eng ist die Strasse nicht. Mit einem 4 Meter hohen Unimog vielleicht ein Problem, für unseren kleinen Landcruiser jedoch Pipifaz 😉

Erste Schlüsselstelle

Erste Schlüsselstelle

Nach der Umrundung der Halbinsel gelangt man quasi zur Kirsche auf der Sahnetorte. Ein Teilstück welches direkt am Meer entlang führt. Hier gehen die Schauergeschichten im Internet erst richtig los. Von wegen Hinterachse wegrutschen, spulen auf den nassen Steinen, Kippgefahr..aber dank unserem Tidal Prediction Chart waren wir pünktlich zum absoluten Ebbetiefsstand an Ort und Stelle. Das Meer war ruhig und es hatte nicht geregnet, somit war alles trocken. Zudem schien der Track wie für uns gerade erst neu aufgeschüttet, sogar mit einem kleinen Steinwall auf der Seite. Kurz gesagt: auch auf diesem Teilstück schlängelte sich unser Gefährt ohne Probleme vorwärts und weil’s so schön war machten wir gleich nochmals kehrt und fuhren es ein zweites Mal. Material für die Action Cam 😉 Ich weiss ja nicht wie es dort im August aussieht, nachdem alle Unigmogs und Konsorten durch sind, aber in dem Zustand wie er gestern war, ist der Track absolut nicht schwierig oder gar gefährlich. Dies macht ihn aber natürlich nicht minder lohnenswert.

Teilstück am Meer

Teilstück am Meer

Auf gings zum nächsten Punkt auf der Todo Liste: Dem Kaldbakur.
So fuhren wir mit dem Auto ins Fossdalur bis uns ein Schneefeld die Weiterfahrt verweigerte. Optimistisch packten wir den Klappspaten aus. Doch das Schneefeld zeigte sich reichlich unbeeindruckt und blieb weiterhin einfach so liegen. Also gaben wir auf und liessen das Auto stehen, immerhin hatten wir uns bereits 300 Höhenmeter gespart.
Der Weg ist nicht schwer zu finden, er führt mehrheitlich über den Grat bis zum Gipfel. Nach 2h waren wir oben und genossen die fantastische Aussicht. Ein Blick ins Gipfelbuch verrät uns, dass es im 2013 erst 3 Besteigungen gab. Somit gehen 3 von 4 Besteigungen nun auf das Konto von Schweizern. Ein einig Volk von Wanderern! :)

Was guckst du

Was guckst du

Heute stand der Transfer von Þingeyri nach Latrabjarg auf dem Plan, inkl. Pflichtstopp beim Dynjandi. Nun sind wir auf einem Campingplatz der aus unerfindlichen Gründen doppelt soviel kostet wie alle anderen zu vor und zudem scheinen hier im dazugehörigen Guesthouse nur Schweizer abzusteigen. Bei den Preisen kann sich das wahrscheinlich niemand sonst leisten. Immerhin gibt’s gratis Internet. Da werden wir grad zleid einmal versuchen unsere 17GB Bilder aufs Google Drive zu bekommen.

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