Kungsleden Tag 1 – Einlaufen

Als wir am Bahnhof Kiruna ankommen, steht beim Nachtzug aus Stockholm bereits “Ny tid: 12:15”.  Na toll..Da sich der neue Bahnhof aufgrund des Umsiedelungsprojektes neu etwa 1km ausserhalb des Zentrums, mitten im Nichts befindet, kann man auch nicht mal eben noch nen Kaffee trinken gehen. So bleibt uns nichts anderes übrig, als die Verspätung am Bahnhof auszusitzen. Naja – wir haben ja Zeit und machen den Kasper.

Unterhaltungsprogramm am Bahnhof Kiruna

Unterhaltungsprogramm am Bahnhof Kiruna

Jedes Mal wenn der Uhrzeiger kurz vor der angezeigten Abfahrtszeit steht, erschallt eine Lautsprecherdurchsage und schwupps, sind es wieder 30 Minuten mehr. Offenbar sind wir und ein Amipärchen auch die einzigen Doofen die sich nicht vorher über eine allfällige Verspätung informiert haben. Die schlauen Schweden treffen natürlich alle erst kurz vor Abfahrszeit ein.

Sind wir wohl nicht die einzigen...

Sind wir wohl nicht die einzigen…

So kommt es also, das wir unseren ersten Ferientag mehr oder weniger am Bahnhof Kiruna verbringen (der auch nach der vierten verzweifelten Umrundung kein gemütliches Kaffee beherbergt) und schlussendlich erst gegen 16:00 Uhr in Abisko eintrudeln. Die gefühlten 400 Mittrekker bevölkern erst einmal die Absiko Turiststation, so dass wir fast alleine Richtung Kungsleden Portal marschieren und ehe wir uns versehen, hat unsere erste Trekkingtour begonnen. Die erste Etappe ist dann aber auch schnell erzählt. Die Landschaft ist jetzt noch nicht sooo spannend, es ist furchtbar schwülwarm und regnet zwischendurch auch mal. Ich weiss gar nicht ob mir da Bäche an Schweiss oder Wasser runterlaufen. Die späte Startzeit trägt auch nicht gerade zu einem entspannten ersten Tag bei. Erst als ein erstes Mal die Sonne durchdrückt und wir am Ufer des Abeskojavri Pause machen und unser Abendessen zubereiten, sind wir ein wenig angekommen.

Übernachtet wird zum ersten und einzigen Mal bei einer Hütte, da wir dem heutigen Tag nicht mehr bis zur Nationalparksgrenze zu laufen mögen. Kaum steht das Zelt, regnet es dann auch wieder und wir sind froh, das wir schon gegessen haben. Trotz der eher kurzen Etappe erleben wir beide 21:00 Uhr nicht mehr.

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