Mondspitze

Ursprünglich war die Idee, einige Tage Schneesport im Montafon zu betreiben.  Das mit den Skiern hatten wir schon am ersten Tag aufgegeben . Aufgrund des unglaublich trockenen Winters und dem wenigen Schnee trugen wir an zweiten Urlaubstag auch die Schneeschuhe am Rucksack auf den Mittagsstein (2035 M.ü.M.). Da wir nun die lokalen Bedingungen kannten, wählten wir wieder einen 2000’er für die heutige Tour aus. Die Schneeschuhe liessen wir gleich im Auto. Die Mondspitze schien uns durch die anhaltende Hochdrucklage ein realistisches Tagesziel für die Wanderschuhe. Ab Tschengla auf gut 1200 M.ü.M. gestartet, führte die Route durch einen kahlen Lärchenwald bis auf’s Kampera Sättle. Ab dort waren es nur noch 200 Höhenmeter. Die hatten es jedoch in sich. Wir kämpften uns durch den Schnee in der steilen Nordwand. Der Schnee war zwar griffig, die Ausrüstung jedoch dürftig. Bei der letzten Querung bevor sich der Weg auf die Südseite windet, wurde uns dann doch etwas mulmig und wir waren eignetlich bereits im Begriff um zu kehren. Schlussendlich schien uns aber der Rückweg in der Nordwand schwieriger als die kurze Querung. Den Absteig würden wir dann über die apere Südseite in Angriff nehmen können. So wagten wir uns doch an die Durchquerung – die Dreiergruppe vor uns hat’s ja auch geschafft. Und es erwarteten uns die warmen Sonnenstrahlen auf der Südseite, also Los!

Durchquerung

Durchquerung

Kaum durchquert waren wir dann auch schon auf der Mondspitze und genossen die klare Weitsicht auf Rätikon, den Alpstein und den Bodensee.

Panorama auf der Mondspitze

Panorama auf der Mondspitze

Der Abstieg war unspektakulär aber anstrengend, da der Wanderweg im unteren Teil in Couloirs voller Schnee und Eis verlief. Fazit: Durch die besondere Wetterlage ist’s ein hervorragender Winterwanderberg.  Jedoch ist die Nordwand steil und etwas heikel wenn Schnee liegt. Darum gibt’s eine T3.

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