Pilatus – mit dir ist nicht gut Kirschen essen

Samstag. Wir planten unsere Reise auf den Pilatus. Mittels ÖV nach Kriens, dann mit der Bergbahn auf’s Fräkmüntegg. Ab dort zu Fuss auf den Pilatus. Das wären dann 700 Höhenmeter, gut machbar.
Sonntag. Alles lief wie am schnürchen, am Zürich HB konnten wir dank einem kurzen Sprint sogar auf einen früheren Zug und hatten 30 Minuten Zeitgewinn. An der Bergbahnstation erwischten wir gar eine besonders kurze Schlange. Kurz bevor wir an die Reihe kamen, fielen alle Kartenlesengeräte aus. Da wir nur eine Zwanzigernote in Bar dabei hatten, traten wir aus der Reihe aus und waren kurz Mal für 5 Minuten am Boden zerstört. Frust pur. Dabei hatte alles soooooo gut geklappt. Der Pilatus will uns einfach nicht…bei unserem letzten Besuch hatten wir das ganze Rösslispiel in umgekehrter Reihenfolge abgespult. Zuerst in Stansstad festgestellt dass die Bahn nicht fährt und dann irgendwie nach Kriens gedüst um doch noch auf den Gipfel gondeln zu können. Vielleicht schaffen wir es ja doch noch irgendwann einmal zu Fuss auf diesen Gipfel.

Da gleich ganze Busladungen  vor der Station ausgeladen werden entscheiden wir uns, den Pilatus Pilatus sein zu lassen. Kurzum entschliessen wir uns für den Bürgenstock, der nächste Berg in der Region. Wir haben genügend Zeit, so laufen wir von Kriens nach Horw,  und fahren ab Horw mit der Bahn nach Stansstad. Ab da dem Ufer des Vierwaldstättersees entlang, dann hinauf auf den Bürgenstock. Soweit der Plan. Auf Höhe Kehrsiten begannen meine Fersen an stark zu schmerzen – falsche Socken-Schuh-Kombination gewählt. Ich laufe Barfuss weiter, dafür nur bis Station Kehrsiten-Bürgenstock. Den “Gipfel” streichen wir. Wir können ja dann mit dem Schiff zurück nach Luzern..für einmal einfach gemütlich.
Als wir an der Station ankommen – passend zum Tag – stellen wir fest, die Station Kehrsiten-Bürgenstock befindet sich im Komplettumbau, der Schifffahrtenbetrieb wurde eingeschränkt, der Weiterweg ist gesperrt und die Standseilbahn ist ebenfalls ausser Betrieb. Vielleicht könnte man am Anfang des Weges in Stansstad darauf hinweisen. Wir sind jedenfalls nicht die einzigen, die etwas konsterniert vor der Baustellenabschrankung stehen. Das nächste Schiff fährt erst in zwei Stunden. Schade, das hätte so schön gepasst.
So laufen wir zurück nach Kehrsiten-Dorf, da dort die Schiffe regelmässiger anlegen und gelangen dann alsbald nach Luzern. Dort geniessen wir noch etwas den Augenblick und machen uns dann wieder auf den Nachhauseweg. Leider sind wir zeitlich noch etwas zu früh dran für einen Pastetliznacht, aber das holen wir bestimmt bald nach.

Nebenbei: Unterwegs haben wir zufällig herausgefunden, dass die Zwanzig Franken für die Bergbahn von Kriens auf’s Fräkmüntegg für zwei Personen doch gereicht hätten. Wir hatten nämlich nicht vor ein Retourbillet zu lösen, jedoch nur auf die Preise für eine Retour Fahrt geachtet. Jä nu…Dennoch war’s ein schöner Tag, nächstes Mal aber bitte mit ausreichend Bargeld!

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