Sardegna so far

Seit wir in Sardinien sind, haben wir ein schön regelmässiges Wochenprogramm. Ein Tag klettern, ein Tag Strand.
Obwohl wir letztes Jahr schon sehr viel in den Klettergärten in ganz Sardinien unterwegs waren, haben wir trotzdem zwei tolle Wände gefunden, die wir noch nicht beklettert haben. Die erste Wand führt uns auf den Monte Tuttavista, der wie sein Name schon verrät, ein tolles Panorama bietet. Und das selbst für lauffaule, die Teerstrasse führt fast bis auf den Gipfel. Der Klettergarten gefiel uns nicht nur wegen der Aussicht, sondern auch weil der Zustieg ultra kurz ist (keine Macchia!) und wir ihn auf Anhieb gefunden haben. Dies ist bei den Anfahrtsbeschreibungen unseres Kletterführers nicht immer einfach (“Nehmt die schmale Strasse nach rechts” ist in einem sardischen Dorf nicht gerade eine sehr hilfreiche Beschreibung). Bei unserem ersten Besuch wehte uns jedoch der heftige Maestrale fast aus der Wand, so dass wir dann irgendwann etwas genervt aufgaben.Nach einem erholsamen Tag am Strand mit Beach-Volley, welches unbekannte Muskeln beanspruchte und zum Instant-Muskelkater führte, kamen wir daher gleich nochmals zum neuen Kletterspott. Diesmal windstill, gelangen uns einige schöne Routen.

In einer 5c am Monte Tuttavista

In einer 5c am Monte Tuttavista

Danach verschoben wir aber unser Base camp nach Cala Gonone, wo wir uns spontan wieder einmal ein Hotelzimmer gegönnt haben. An das italienische Preisniveau müssen wir uns erst wieder gewöhnen. 25 Euro für ein Znacht inkl. Kaffee…soviel haben wir in Norwegen schon für zwei grosse Bier bezahlt.

Cala Gonone ist DER Kletter Hot Spot Sardiniens, dementsprechend auch immer gut besucht.
Daher haben wir uns heute extra einen Klettergarten mit schwieriger Anfahrt entschieden. Die Piste war dann auch äusserst abenteuerlich und da bereits im Kletterführer steht, es könnte eng für den Unterboden werden, rechneten wir damit alleine zu sein.

Durfte sich wieder einmal austoben

Durfte sich wieder einmal austoben

Doch bereits nach 10 Minuten kam ein Mini Citroen mit 3 Deutschen angekrochen. Wie die überhaupt soweit gekommen sind ist uns ein Rätsel, jedenfalls war danach der linke Hinterreifen platt (nein diesmal kam unser Bergeseil nicht zum Einsatz ;). Aber egal, hauptsache angekommen. Die Drei fanden dann wirklich alles suuuupi schön, von der waaahnsinnigen Aussicht über den tollllllen Dornenbusch mitten in der Route bis zu dem waaahnsinnig idyllischen Glockengebimmel der Ziegen. Und nein also diese Aussicht!!! Unsere Idylle war somit dahin, aber das brachte uns nicht aus dem Konzept und so gelang uns heute mit viel Schweiss und Schmerzen unsere ersta 6a und dann gleich noch eine 6a+. So ganz ohne hochbescheissen und fluchen und schreien meinerseits. Jetzt benötigen wir aber ganz dringend ein Bier und eine Pizza!

Morgen fahren wir weiter nach Lotzorai, wo wir auf Simone & Roger treffen werden. Wir freuen uns!

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