Snaefell

Es steht wieder einmal ein Gipfel auf dem Programm. Wir wollen den prominenten Snaefell besteigen, der höchste freistehende Berg Islands (was imposanter klingt als es ist).

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Snaefell (1833m)

Dazu stehen wir wiedermal um 6 Uhr auf. Das Wetter ist perfekt und so sind wir schon bald unterwegs Richtung Piste F909. Doch ca 6km vor dem Startpunkt der Wanderung empfängt uns eine grosse Fahrverbotstafel. Wie jetzt…Piste gesperrt? Das darf doch nicht wahr sein. Warum hat uns das die Trulla in der Touri Info denn nicht gesagt? Zur Beruhigung essen wir erst einmal Frühstück, immer schön den Berg vor Augen, den wir eigentlich besteigen wollen. Danach folgen wir einfach mal dem Wanderweg der hier beginnt und landen bei einem schönen kleinen Bergsee. Auch nicht schlecht.

Essen ist immer eine gute Alternative

Essen ist immer eine gute Alternative

Als wir 3h später zum Auto zurück kommen trifft uns fast der Schlag. Die Verbotstafel ist weg! Wir beschliessen doch noch zur Hütte zu fahren um uns zumindest mal ein wenig über den Aufstieg zu informieren. Wir sehen dann auch, warum die Piste gesperrt war. Offenbar gab es hier vor zwei Tagen eine Flutwelle und das heute recht harmlose Flüsschen hat die halbe Strasse mit gerissen.
Die Hüttenwartin ist äusserst nett und steckt uns mit ihrer Euphorie an. Obwohl es bereits 13:30 Uhr ist, findet sie wir sollen unbedingt heute noch rauf, das Wetter sei doch perfekt das müsse man ausnutzen. Also starten wir ungewohnt spät zum Gipfelsturm, aber das Tageslicht sollte uns ja nicht ausgehen.
Der Weg ist Anfangs recht angenehm, wird dann zur absoluten Schotterhölle und gipfelt zum Schluss in einem grossen Firnfeld.

Sind wir schon da?

Sind wir schon da?

Nach 3 Stunden sind wir oben. Die Aussicht ist gigantisch. Trotz Dunst sind sämtliche Stationen der letzten Woche zu sehen: Kverkfjöll, Herdubreid und Askja. Nach dem erfolglosen Versuch, das Gipfelbuch aus seiner vereisten Box zu befreien, machen wir uns aufgrund des eiskalten Windes zügig wieder an den Abstieg. Der Rückweg über das steile Schneefeld sorgt für Unterhaltung. Zuerst versuchen wir es mit den Rucksäcken als Schlitten, aber offenbar sind wir aufgrund der vielen Kaffee und Kuchen Stopps der letzten Wochen zu fett geworden. Unsere Schlitten versinken einfach im Schnee. So fahren wir zu Fuss ab, was auch recht zügig geht.

Geschafft!

Geschafft!

Nach 5 Stunden sind wir zurück bei der Hütte. Die Hüttenwartin nimmt sich noch etwas Zeit für uns und gibt uns ein paar Wandertips für die Ostfjorde. “oh this valley is very beautiful..oh and here..sooo beautiful..oh and you absolutely have to go here! So nice!” Jetzt haben wir also noch ein paar Ideen für die letzte Woche.

Den gestrigen Tag haben wir dann mehrheitlich am Kuchenbuffet vom Kafi Klaustur verbracht. Erholung muss sein :) Übrigens kam unser Bergeseil wieder einmal zum Einsatz. Aber auch diesmal haben wir niemanden heldenhaft aus einer Furt gerettet. Drei Mädels sind vor lauter Islandpferde Schauen im Strassengraben gelandet. Adrian half natürlich wieder gerne 😉

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13 Responses to Snaefell

  1. Simone says:

    Hei und mir händ für die nächste Täg 30-35 Grad agseit…
    Und dass de Adrian sonen hilfsbereite isch hani also au nöd gwüsst!

  2. Adrian says:

    Mit ein Bergeseil drü Fraue abschleppe, das will doch jede Maa :)

  3. Markus says:

    Adrian, häsch s Bergeseil au uf dä Snaefell mitgno oder nur dä Isbickel?
    Brucht mer dä würklich für 30m Schneefäld? 😉

  4. Markus says:

    Katrin, wo isch Pistä F909, ich findä nur F910

  5. Simone says:

    poah bin beiidruckt ab dere usfüherliche Kommunikation!

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