Sonnenhorn

Gut gelaunt fahren wir am Sonntag Morgen wieder einmal Richtung Glarnerland. Kurz vor der Stadtgrenze: “Du hemmer eigentli dSchneeschueh ihpackt?” Ohne Umweg zurück auf Start und eine halbe Stunde später sind wir dann endgültig unterwegs. Bei der Talstation Matt empfangen uns erst einmal arktische Temperaturen. Die Sonne hat es im Winter schwer in diesem Talabschnitt. Aber 10 Minuten mit der Gondel hoch und wir müssen uns sofort sämtlicher ausziehbaren Schichten entledigen. Die Sonne brennt und bringt uns in unseren dicken Skihosen so richtig ins Schwitzen.

Zuerst folgen wir dem markierten Schneeschuhtrail bis zum Skihaus. Danach unmarkiert aber massig vorgespurt hinauf zur Hochebene Mutt. Nun können wir unsere beiden Aufstiegsvarianten einsehen. Entweder über den Südgrad oder wie im SAC Führer vorgeschlagen, in steilem Gelände (>30°) direkt zum Gipfel hoch. Wir entscheiden uns aufgrund der fortgeschrittenen Tageszeit und des schwer gewordnen Schnees für den Grat. Auf halber Strecke dann ein kurzes Formtief. Wir überlegen uns, den Gipfel zu streichen da wir beide ein bisschen unter der Hitze leiden. Nach einer kurzen Pause reissen wir uns jedoch zusammen und meistern die zweite Grathälfte auch noch. Der Grat ist zwar anfangs steil, aber einfach und ungefährlich zu begehen. Eine kurze Querung ist etwas ausgesetzter,  Diese befindet sich auf der Schattenseite des Grates und so ist der Schnee auch um die Mittagszeit noch griffig und dank der guten Spur ist auch dieser Abschnitt kein Problem. So stehen wir dann doch noch oben und geniessen das wunderbare Panorama.

Für den Abstieg entscheiden wir uns dann doch für die steile Flanke über die man direkt auf die Hochebene absteigen kann. Von oben sieht das Ganze machbar aus. Der Schnee ist zwar sehr aufgeweicht, aber trotzdem noch einigermassen gut machbar. Die Höhe haltend queren wir Richtung Fuggboden, bis wir wieder auf eine Schneeschuhspur treffen. Wir hoffen, dass diese uns bequem wieder zurück zum Bähnli bringt. Leider ist der Schnee aber so aufgeweicht, dass es angenehmer ist neben der Spur zu laufen. Unsere Hosensauna bringt macht uns wieder schwer zu schaffen und unsere Trinkvorräte sind leer. Aber bald treffen wir auf einen kleinen Bach an dem wir nachfüllen können und bald schon sind wieder die Pfosten des markierten Trails sichtbar der uns auf direktem Weg zurück zur Bahnstation bringt.

Heute gelernt: Bei Schneeschuhtouren im Frühling leichtere Hosen anziehen, mehr als 2 Liter Getränke mitnehmen, früher aufstehen und mehr als 2 mal das Gesicht eincremen!

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