Südwärts mit Hindernissen

Nachdem die Wäsche gewaschen, das Raclette gegessen und der Sardinien Kletterführer gepackt war, konnte uns nichts mehr im trüben Zürich halten. Doch bevor es auf die Autobahn Richtung Gotthard ging, musste noch ein letzter Task erledigt werden: Reifenwechsel! Dafür nahmen wir wieder gerne dad professionelle Equipment von Gut Mechanik in Anspruch. Somit war der Reifenwechsel innerhalb von einer Viertelstunde erledigt..wäre uns da beim anziehen der Radmuttern nicht ein kleines Malheur passiert. Ein kurzes Knirschen und wir hatten nicht nur die Radmutter in der Hand, sondern auch noch den dazugehörigen Bolzen. Es half alles nichts, wir mussten in die nächste Toyota Garage. Diese hatten natürlich erst am nächsten Tag Zeit und so blieb uns nichts anderes übrig, als noch eine Nacht zu bleiben.
Am Dienstag Vormittag konnten wir dann um einen Tag verspätet und 300 Franken ärmer doch noch Richtung Tessin aufbrechen.

Auf der Alpensüdseite begrüsste uns standesgemäss das schöne Wetter. So nutzten wir den ersten Tag gleich für einen der diversen Klettergärten rund um Locarno. Ob es an den neuen Schuhen oder an der freundlichen Bewertung lag, dass wir alle 5c so leichtfüssig klettern konnten? 😉
Für den nächsten Tag musste ein fingerschonendes Programm her und so hiess es wieder einmal früh aufstehen für eine Wanderung. Pünktlich um 08:00 standen wir an der Talstation der Funivia Robiei, ganz zuhinterst im Val Bavona. Die längste Seilbahn des Tessins transportierte uns auf 2000 Meter Höher, wo uns erst einmal ein eiskalter Wind entgegen blies. Beim Hotel Robiei starteten wir unsere Rundwanderung via Lago Bianco, Lago Sfundau und Lago Cavagnoli.

Unterwegs gibts viel zu sehen

Unterwegs gibts viel zu sehen

Wahrscheinlich würde man die Wanderung ohne Pausen in 4h schaffen. Doch unterwegs gibt es immer wieder Tiere zu sehen und aufgrund eines kleinen Nickerchens auf der warmen Staumauer des Lago Cavagnoli haben wir fast 6h benötigt. Beim letzten Aufstieg keuchten wir zudem wie zwei altersschwache Dampflocks dem Ziel entgegen. Entweder ist unsere Kondition irgendwo zwischen Norwegen und der Schweiz abgesprungen oder wir sind uns, nach 3 Monaten am Meer, einfach keine Höhen jenseits der 2000m mehr gewohnt.

Lago Cavagnoli von fern

Lago Cavagnoli von fern

und nah

und nah

 

Heute haben wir dafür etwas länger geschlafen, danach gings zum Shopping ins Umland von Locarno. Adrian konnte sich ENDLICH für einen Beach Volleyball entscheiden. Den Nachmittag verbrachten wir auf dem Verzasca Staudamm beim “Bungee Jumping Watching”. Im Minuten Takt wurde gesprungen und geschrien. Heute haben wir noch zugeschaut, nächstes Mal wenn wir im Tessin sind…wer weiss? 😉

Der Golden Eye Sprung zieht immer noch die Massen an

Der Golden Eye Sprung zieht immer noch die Massen an

PS:
Heute sind wir übrigens seit 111 Tagen unterwegs. Wenn das kein Grund ist, mit einem tessiner Merlot anzustossen.

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