Kungsleden Tag 3 – Visttasvaggi, wir kommen…

Kaum los gelaufen ist bereits nach wenigen Metern ein Badestopp angesagt. Morgendliche Körperpflege muss ja sein und bei so einem schönen Sandstrand können wir nicht widerstehen. Wir schaffen es gerade so knapp in einer Mittrekkerfreien Pause kurz in den See zu hüpfen. Erfrischt geht es weiter und nach kurzer Zeit erreichen wir die Alesjaure Hütte. Nach der Brücke bei der Hütte zweigt unser Weg Richtung Vistasvaggi ab und wir verlassen den Kungsleden für die nächsten paar Tage. Die Wegfindung ist kein Problem und bald haben wir auch die Steigungen hinter uns gebracht. Der Übergang ins Vistasvaggi ist wunderschön, mit idyllischen Bergseen von denen man einen tollen Ausblick über das ganze Tal hat. Ausserdem ist man hier sehr einsam unterwegs. Wir treffen nur auf ein anderes Pärchen, welches andächtig auf einer Anhöhe steht, jeder mit einem kleinen Schosshund auf dem Arm, was in dieser Szenerie irgendwie ein bisschen bizarr wirkt.

Übergang ins Visttasvaggi

Übergang ins Visttasvaggi

Nach einem grauen Morgen hat auch das Wetter beschlossen gut zu werden, linear dazu steigt die Laune und Motivation und die trüben Gedanken vom Vortag sind vergessen. Nun geht es stetig ein wenig bergab Richtung Vistasstuga, vorbei an einem schönen kleinen Wasserfall und wunderbarem Ausblick auf die weit zurück gezogenen Gletscherarme des Siehfagasglaciären.

Wasserfall

Wasserfall

Wetter gut, alles gut

Wetter gut, alles gut

Der obere Teil des Tales gefällt uns wirklich ausserordentlich gut und so sind wir gar nicht froh darüber, als wir langsam aber sicher in eine grüne und sumpfige Birkenhölle eintauchen, die keine Aussicht auf die umliegenden Berge mehr zulässt und ausserdem Horden von lästigen Saugtieren beherbergt, von denen wir bis anhin recht gut verschont geblieben sind. Ein Djungelolja Notstopp schafft zumindest für das letztere Problemchen Abhilfe.  Nach und nach wird der Weg immer wie länger, der Wald dichter, der Weg mühsamer, die Mücken nerviger und unsere Beine schwerer. Kurzum es ist Zeit für das Nachtlager. Dies gestaltet sich in dieser Umgebung aber gar nicht so einfach. Entweder es hat Bäume oder Sumpf. Erst zirka 2 km vor der Hütte finden wir eine kleine Anhöhe, welche sich für unser Zelt eignet. Da es weit und breit die einzige Zeltmöglichkeit ist, schlagen wir sofort zu und sind froh, für heute nicht mehr weiter zu müssen.

Trotz allem ein schönes Plätzchen

Trotz allem ein schönes Plätzchen

Abendesssen: Knorr Älplermagronen, definitiv nicht sättigend und geschmacklich eher zum vergessen. Das kann nicht einmal der Apfelpowergel mehr retten, den wir extra als Apfelmusersatz mitgenommen haben. Trotzdem sind wir nach dem Abendessen zufrieden mit uns und der Welt und schlummern ohne Probleme ein.

 

 

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