Ticino – Sardegna

Der letzte Tag im Tessin brachte viel Regen und so schälten wir uns erst gegen Abend zwecks Nahrungsaufnahme aus dem Zelt. Das Essen in Ascona schmeckte sensationell, erst später haben wir gemerkt, dass wir im Restaurant von Ivan äh Ivo Adam gelandet sind. Für diese herrliche Pizza sei ihm die Coop Werbung verziehen.

Am nächsten Tag hiess es Zelte abbrechen um am Abend in Genua auf die Fähre Richtung Sardinien zu fahren. Wir brauchten unglaublich lange bis alles einigermassen trocken und vor allem sauber war. Aber es reichte trotzdem noch für einen riesigen Coupe und Espresso für 1€ in Cannobio.
Pünktlich und ohne Stau rollten wir in Genua ein und ich war froh, dass nicht ich in der Fähre rückwärts einparken musste. Gerade als wir Lichter löschten um zu schlafen, wurde der Wellengang immer heftiger. Das Schiff bebte und ächzte und ich musste unweigerlich an die Costa Concordia denken, die man just an diesem Tag begonnen hatte aufzurichten. Der Wellengang raubte uns nicht nur den Schlaf, sondern führte morgens um zwei zu einem akkuten Engpass auf unserer Kabinentoilette. Während ich mich mit allen vieren im Badezimmer festhielt, kamen zwei drei enorme Wellen und schon klopfte es an der Tür: “du döfi au mal?” Kurz darauf kotzte jemand vor unserer Tür in den Kabinengang und die Spülgänge der Nachbarkabine liessen das gleiche Programm wie bei uns vermuten.
15 Minuten später hörte der Spuk dann aber wie abgestellt auf. Phu..zum Glück ist Olbia bereits in Sicht und wir haben bald wieder festen Boden unter den Füssen.

Gemäss Crewmitglied herrschte heute Nacht Seegang der Stärke 8. Das mussten wir erst einmal googeln. Wellenhöhe 9 Meter.

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One Response to Ticino – Sardegna

  1. Simone says:

    oh mann, ich hoffe nur mir macheds oi nöd nah inere Wuche…

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