Zurück in den Norden

Bereits ist wieder eine Woche vergangen seit dem letzten Bericht. Die letzten Tage haben wir damit verbracht uns zurück in den Norden zu verschieben. Wir haben uns für die Option “aussen rum” entschieden, da wir keine Lust hatten 2 Tage über Wellblech und durch Steinwüste zu fahren. Das wäre dann die Option “mitten durch”, also die F26 gewesen. So machten wir noch einen Abstecher auf die Snaefellsness Halbinsel.

Angeblich der am meist fotografierteste Berg Islands?

Angeblich der meist fotografierteste Berg Islands?

Die Besteigung des Snaefellsjökull konnten wir aufgrund des Wetters getrost von der To Do Liste streichen. Am Startpunkt der Tour klatschte uns der Schneeregen wieder mal horizontal ins Gesicht.

No bitzeli Schnee da

No bitzeli Schnee da

Dafür fanden wir dann unterwegs noch ein echtes Juwel unter den isländischen Campingplätzen. Zwei Hotpots mit wunderbarem Fjordblick, Duschen ohne extra bezahlen und ein warmer Aufenthaltsraum mit einer blitz blank geputzten Küche. Bei den bisher angetroffenen Küchen hätte man mit all den Teigwaren und sonstigen Lebensmitteln im Abfluss gleich nochmals ein Essen zubereiten können. Leider gab es in der Umgebung nicht wirklich etwas zu tun, ausser einer Wanderung zu einem Schaf-Skelet-Haufen. Gerne wären wir noch eine Nacht geblieben. Vor allem weil wieder einmal der gefürchtete Samstag vor der Tür stand und dieser Campingplatz auf der Hitliste der Isländer offenbar nicht auftaucht. So ging es via Hochlandpiste weiter nach Laugafell. Das Hochland im Norden ist das pure Gegenteil vom Süden. Graue Steine, braune Steine, weisse Steine und als Highlight mal rote Steine. Für das Auge nicht gerade viel Abwechslung, aber dem Fahrer und Auto machts Spass.
Laugafell ist eine Hütte mitten in dieser Einöde, natürlich mit grossem Hotpot. Kaum angekommen fährt eine Horde Superjeeps vor und 5 Minuten später sitzt das halbe isländische Rescueteam im Hotpot. Somit sind alle heissen Plätze besetzt und wir dümpeln ein wenig im lauwarmen Teil herum. Wir fürchten schon wieder um unsere Nachtruhe, schlussendlich fahren aber alle weiter und wir sind die einzigen auf dem Zeltplatz. Was für eine Ruhe. Die Gedanken und guten Wünsche sind heute besonders oft in der weit entfernten Schweiz, wo Simone und Roger sich heute (hoffentlich ;)) das Ja Wort geben. Wir hoffen auf eine gelungene Party und warten gespannt auf den Bericht.

Am nächsten Morgen schlafen wir erst einmal aus. Schön, mal nicht von zuschlagenden Autotüren geweckt zu werden. Gegen Mittag brechen wir dann Richtung Akureyri auf. Nach 30 Minuten Fahrt, treffen wir am Strassenrand auf zwei Biker die in der Hütte übernachtet haben. Der eine hat offenbar sein ganzes Geld inkl. Handy in der Hütte liegen lassen. Da unser nächster Programmpunkt lediglich aus Kaffee & Kuchen in Akureyri besteht, erklären wir uns bereit, zurück zu fahren und es für sie zu holen. Zusammen mit der Hüttenwartin durchkämmen wir die gesammte Unterkunft, entdecken jedoch keine Spur von dem Geldbeutel, den der Holländer angeblich auf dem Tisch hat liegen lassen. Eine Stunde später sind wir mit der schlechten Nachricht zurück bei den Bikern. Diese wollen es gar nicht glauben. Ob wir denn auch richtig gesucht hätten? Auch unter den Matratzen? Nein natürlich nicht, eigentlich sind wir zurück gefahren und haben ein Bad im Hotpot genommen. Tzz! Offenbar trauen sie unseren Suchfähigkeiten nicht, denn nun wollen sie doch selber noch einmal zurück fahren. Wir vermuten ja eher, dass sie das Geld irgendwo in ihren 15 Ortlieb Beuteln haben und bloss noch nicht gefunden haben. Wie auch immer, wir haben unsere Pflicht getan, das Karmakonto gefüllt und fahren weiter. Die Piste nach Akureyri ist ein wahres Abenteuer. Von der kargen Steinwüste geht es runter in ein grünes Tal. Der Fluss fliesst mal neben, mal auf der Piste und der Unterboden lässt ein paar mal ein herzzerreissendes Gekreische von sich hören. Jetzt hat sich die Investition in den Unterbodenschutz auch noch gelohnt 😉

Dieser Weg, wird kein leichter sein

Dieser Weg, wird kein leichter sein

Nun sind wir also zurück in Akureyri, quasi schon fast wieder am Ausgangspunkt. Natürlich sind mittlerweile Sonne und die wunderbaren 19 Grad aus dem Wetterbericht verschwunden und es regnet. Somit knicken wir auch die Besteigung des Hausberges Sudur und geniessen einfach noch ein wenig die (kulinarischen) Vorteile einer “Grossstadt”. Gestern gab es wieder einmal absolut göttlichen Fisch und Lobster, gefolgt von heissem und innen flüssigem Schokoladenkuchen. Njomnjom.

Heute fahren wir weiter an den Myvatn. Bevor in zwei Wochen unsere Fähre ablegt, haben wir noch 3 grössere Pendenzen die es zu erledigen gilt: Askja, Besteigung der Herdubreid und Kverkfjöll. Dies werden sicher noch einmal drei Highlights werden. Jetzt steigt jedoch auch die Vorfreude auf Norwegen. Nach bald zwei Monaten sind wir ein bisschen überfoss-und jökullisiert.

This entry was posted in Island, Offline 2013. Bookmark the permalink.

3 Responses to Zurück in den Norden

  1. Simone says:

    sonen Seich, jetzt han ich da en mega Kommentar gschribe und de isch eifach furt??? was sell dänn das??

  2. Simone says:

    so jetzt gibis uf, hans zweimal gschribe, es nimmts nöd, ah, z lang vilicht? versueches dänn per Mail namal :-)

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *